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Konsumklima mit Einbußen

Der Verlauf des GfK-Konsumklimas seit 2005 (Quelle: GfK) 

 Der Verlauf des GfK-Konsumklimas seit 2005 (Quelle: GfK)

Das GfK-Konsumklima konnte sich im Mai nicht erholen: Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartungen wie auch die Anschaffungsneigung erleiden aktuell Einbußen. Doch im Vergleich zum Vorjahr steht ein deutliches Plus von mehr als 42 Zählern. Der Gesamtindikator prognostiziert nach 5,7 Punkten im Mai für Juni einen Wert von 5,5 Punkten.

Die Verschärfung der Schuldenkrise in Griechenland sowie die anhaltend hohen Energiepreise dämpfen den Optimismus, den die Konsumenten bislang an den Tag legten. Damit geraten die nach wie vor sehr guten Rahmenbedingungen in Deutschland, wie sinkende Arbeitslosigkeit und der kräftige Konjunkturaufschwung, im Augenblick etwas in den Hintergrund.

Trotz dieser Risiken verspürt die deutsche Wirtschaft derzeit starken Rückenwind. Im ersten Quartal 2011 lag das Bruttoinlandsprodukt nach Angaben den Statistischen Bundesamts 5,2% höher als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Dies ist der stärkste Zuwachs seit der Wiedervereinigung. Bemerkenswert ist zudem, dass zu dieser exzellenten Entwicklung in den ersten drei Monaten dieses Jahres die Binnennachfrage in Form von Investitionen und Konsum mehr beigetragen hat als der Export.

Nach einem moderaten Rückgang im Vormonat muss die Einkommenserwartung im Mai deutlichere Verluste hinnehmen. Aktuell weist der Indikator 25,9 Punkte auf, das sind gut 9 Punkte weniger als noch im April dieses Jahres.

Wesentlicher Grund für diesen Rückgang sind, neben den gemäßigteren Konjunkturaussichten, die steigenden Preise in der Bundesrepublik. Vor allem die Energiepreise sorgen derzeit dafür, dass die Inflationsrate im April auf 2,4% gestiegen ist. Im März waren es noch 2,1%. Vor allem Produkte des täglichen Lebens wie Benzin und Lebensmittel sind in den vergangenen Wochen deutlich teurer geworden. Dies hat die gefühlte Inflation steigen lassen, da diese Produkte Signalwirkung haben. Beim Verbraucher entsteht sehr schnell der Eindruck, dass alles teurer wird, die eigene Kaufkraft sinkt und macht damit einen beträchtlichen Teil der Einkommenszuwächse der Arbeitnehmer in diesem Jahr zunichte. Für die Rentner ist die Bilanz noch unerfreulicher. Da die gesetzlichen Altersbezüge in diesem Jahr nur um etwa 1% angehoben werden, müssen sie reale Einkommenseinbußen verkraften.

Zeigte sich die Anschaffungsneigung im Vormonat nahezu unbeeindruckt von nachlassenden Konjunktur- und Einkommensaussichten, so muss sie im Mai doch Einbußen hinnehmen. Mit einem Minus von 2,7 Punkten fällt der Rückgang allerdings moderat aus. Ein aktueller Wert von 31,5 Punkten signalisiert auch im langfristigen Vergleich nach wie vor ein ausgesprochen gutes Niveau. Der langjährige Durchschnittswert des Indikators liegt bei etwa 0 Punkten.

Der Gesamtindikator prognostiziert für Juni einen Wert von 5,5 Punkten nach 5,7 Punkten im Mai. Damit setzt sich der leichte Abwärtstrend vorerst fort. Das folgende Chart zeigt die Entwicklung des Konsumklimaindikators im Verlauf der letzten Jahre:

Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie „GfK-Konsumklima MAXX“ und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 erhoben.
Nähere Informationen zur GfK Gruppe finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: GfK

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