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Konsumklima: weiterhin stabil und positiv

Nachdem die Verbraucher seit Mitte vergangenen Jahres ihre Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland nach und nach erhöht hatten, scheint sich ihr Optimismus im Frühjahr 2006 dieses Jahres etwas zu verflüchtigen. Im März büßte der Indikator Konjunkturerwartung gut 8 Punkte ein. Mit 14 Punkten liegt sein Wert jedoch weiterhin über dem langjährigen Durchschnitt von 0 und mehr als 30 Punkte über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Die Skepsis stieg in den alten und in den neuen Bundesländern. Allerdings büßte der Indikator der Verbraucher im Osten doppelt so viel an Wert ein wie der im Westen. Derzeit bewerten die Verbraucher die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ähnlich wie die Finanzexperten wieder etwas skeptischer. So äußern sich die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im März befragten Finanzanalysten ebenfalls zurückhaltender als in den Vormonaten. Die in der Studie des ifo-Instituts befragten Unternehmen bewerten die Aussichten für die Wirtschaftsentwicklung der nächsten Monate dagegen erneut etwas positiver als im Vormonat
 
Auch mit den Einkommenserwartungen der Verbraucher ging es im März ganz leicht bergab. Mit einem Wert von 1,0 Punkten blieb der Indikator jedoch weiterhin positiv und lag knapp 7 Punkte über dem entsprechenden Vorjahreswert. Die Eintrübung der Erwartungen an die persönliche finanzielle Situation ist ausschließlich der Stimmungsverschlechterung der Verbraucher in den neuen Bundesländern zuzuschreiben. Die Verbraucher nehmen offenbar wahr, dass der Spielraum für Einkommenssteigerungen derzeit eher begrenzt ist. Zwar rechnen Experten aus Politik und Wirtschaft damit, dass sich in diesem Jahr die Situation auf dem Arbeitsmarkt etwas entspannen wird. Jedoch erwartet niemand, dass es zu einer grundlegenden Änderung kommt. Die nicht mehr im Erwerbsleben stehenden Rentner müssen nicht nur eine erneute Nullrunde, sondern zusätzliche finanzielle Belastungen hinnehmen. Das hat deren Stimmung kaum verbessern können.
 
Im Gegensatz zu den Konjunktur- und Einkommenserwartungen hat die Anschaffungsneigung der deutschen Verbraucher im März an Schwung gewonnen. Der Indikator stieg um 7,6 Punkte auf einen Wert von 19,5. Die Verluste des Vormonats verschwinden damit nahezu vollständig. Der Wert liegt 32 Punkte über dem des Vorjahrs. Neben der insgesamt immer noch optimistischen Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland scheint die bevorstehende Mehrwertsteuererhöhung die Neigung der Verbraucher zu stärken, demnächst - möglicherweise um einige Zeit aufgeschobene und notwendig gewordene - Anschaffungen zu tätigen. Verstärkt wird die Bereitschaft vermutlich durch die Vorfreude auf die Fußball-Weltmeisterschaft, die vor allem beim Absatz von Gütern der Unterhaltungselektronik für zusätzliche Impulse sorgen dürfte.
 
Trotz der leichten Abwärtsentwicklung bei den Erwartungen an die Konjunktur und die persönliche Einkommenssituation bleibt das Konsumklima auf etwa gleich hohem Niveau wie im Vormonat. Das liegt vor allem am deutlichen Anstieg der Anschaffungsneigung. Nach revidiert 5,0 Punkten für März prognostiziert das Konsumklima für den Monat April einen Wert von 5,1 Punkten. Diesen Wert hatte der Indikator letztmals im Dezember 2001. Sollte sich das Konsumklima weiterhin auf dem derzeitigen Niveau stabilisieren, ist damit zu rechnen, dass der private Konsum im Jahr 2006 um bis zu 0,5 Prozent wachsen wird.
Quelle: GfK AG; www.gfk.de

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