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Konsumlaune erwacht zum Jahresende

Die Konsumneigung der Deutschen konnte in den vom Weihnachtsgeschäft geprägten Dezemberwochen deutlich zulegen und die Verluste aus dem Vormonat sogar etwas überkompensieren. Allerdings gefährden der starke Euro und dessen Auswirkungen auf das deutsche Exportgeschäft sowie Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten die deutsche Konjunktur. Die Bundesbürger schätzen daher ihre Konjunktur- und Einkommensaussichten etwas pessimistischer ein.
 
Die Chancen auf ein Ende des rückläufigen Trends bei den Konjunkturaussichten der Verbraucher sind im Dezember gestiegen. Allerdings ist er seit seinem Allzeithoch im Mai dieses Jahres bereits zum siebten Mal in Folge gesunken. Dennoch liegt die Konjunkturerwartung immer noch deutlich über ihrem langjährigen Durchschnittswert. Das nach wie vor hohe Niveau des Indikators deutet darauf hin, dass die Verbraucher die deutsche Wirtschaft grundsätzlich positiv beurteilen und keine Rezession befürchten. Allerdings gehen Wirtschaftsforschungsinstitute alle übereinstimmend davon aus, dass sich der Beschäftigungsaufbau - eine zentrale Größe für die Konjunktur - auch im Jahr 2008 fortsetzt, wenn auch nicht mehr so dynamisch wie im laufenden Jahr 2007.
 
Nach dem kleinen Plus im Vormonat musste die Einkommenserwartung im Dezember wieder einen leichten Rückschlag hinnehmen. Vor allem die derzeitigen Inflationsgefahren scheinen auf die Einkommensstimmung zu drücken. So waren zum Beispiel die Lebenshaltungskosten im November laut dem Statistischen Bundesamt 3,1 Prozent höher als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die Konsumenten sehen ihre Kaufkraft gefährdet und schätzen folglich ihre Einkommensaussichten weniger positiv ein.
 
Die aktuelle Entwicklung bietet gute Chancen dafür, dass sich die Binnennachfrage im kommenden Jahr spürbar beleben kann. Insbesondere eine verbesserte Einkommensentwicklung sowie eine steigende Beschäftigung könnten bewirken, dass der private Konsum im Jahr 2008 zu einer wesentlichen Säule der konjunkturellen Entwicklung wird. Hierzu ist allerdings notwendig, dass seitens der Politik den Verbrauchern keine weiteren finanziellen Belastungen aufgebürdet werden, um deren Kaufkraft nicht noch weiter zu schwächen. Die bereits beschlossene Absenkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung wird dagegen positive Effekte auf die Kaufkraft haben und sich zudem günstig auf die Beschäftigungslage auswirken.
 
Quelle: GfK; www.gfk.com

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