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Kosmetikwebsites - Nur interaktive Konzepte überzeugen

Die Markenwebsites einiger deutscher Kosmetikhersteller glänzen durch eine Vielzahl interaktiver Elemente. Experten ermittelten: Genau das wollen die User. Sie erwarten nicht nur vorgefertigte Informationen, sondern die Berücksichtigung ihrer individuellen Vorstellungen und Wünsche. Die Interaktivität sollte jedoch in ein zielführendes Gesamtkonzept integriert sein. Es ist sehr wichtig, dass alle Inhalte authentisch sind.
 
Wie das in der Praxis ausschauen kann, zeigt Nivea.de. Die Website liefert viele individuelle Tipps, beispielsweise zu Sonnenschutz oder Make-up. Im virtuellen Schminkstudio lassen sich sämtliche Produkte ausprobieren - zwar nicht am eigenen Konterfei, aber an einem von acht Gesichtern, das dem Farbtyp der Besucherin am nächsten kommt. Das Rezept für einen überzeugenden Netzauftritt ist eigentlich einfach. Es muss sich an den Interessen der Nutzer orientieren. Ein gutes Konzept ist klar auf die Zielgruppe zugeschnitten. Schwarzkopf & Henkel beherzigt dies. Schon die Adresse Womensnet.de macht deutlich, wen die Seiten ansprechen wollen. Etliche Foren und Chats zielen haargenau auf das Bedürfnis, sich auszutauschen. Eindeutig an weiblichen Interessen orientieren sich auch Themen rund um Beauty, Wellness und Lifestyle sowie interaktive Typberatungen und Pflegetipps. Der gesamte Auftritt lässt sich mit dem einer großen Frauenzeitschrift vergleichen, so das Expertenlob. Dass sich eine Onlinepräsenz gleichwohl nicht auf eine einzige Zielgruppe beschränken muss, zeigt wiederum Nivea.de. Der Großteil der Besucher ist weiblich, so dass die Seiten bewusst feminin und kosmetisch gestaltetet sind. Da aber auch immer mehr Männer unser Angebot nutzen, wurden spezielle Inhalte wie "rund um Rasur" aufbereitet. Sie sind unter "Männersache" zu finden und in der Gestaltung auf diese Klientel zugeschnitten.
 
Zwischen einem solch differenzierten Konzept und der 0815-Unternehmenspage liegen Welten. Der angestrengten Versuch, Geschäftspartner, Verbraucher und Journalisten gleichzeitig zu beglücken, endet meist mit dem Ergebnis, zumindest den Endkunden mit Sicherheit zu langweilen. Andererseits haben auch die Kosmetikseiten mit ihren vielen schönen Bildern und Mitmachangeboten einen Nachteil: Sie setzen einen schnellen Rechner nebst DSL-Anschluss voraus. Für alle anderen Nutzer gestaltet sich der Seitenaufbau nämlich quälend langsam. Doch dank rapid ansteigender Breitbandzugänge wird das Problem womöglich in wenigen Jahren erledigt sein. Bleibt die Frage, ob sich der Aufwand lohnt. Henkel beispielsweise beschäftigt in seiner Womensnet-Redaktion ein ganzes Team von festen und freien Mitarbeitern. Die Kunden honorieren diesen Mehrwert jedoch mit höherer Zufriedenheit und Markentreue. Auf der Website beschäftigen sich die Verbraucher länger und intensiver mit der Marke als bei einem TV Spot. Auch die Quantität stimmt. 2003 hat sich die Besucherzahl verdoppelt. Womensnet.de verzeichnet derzeit 300.000 Visits und vier Millionen Page-Impressions pro Monat. Auch die Zahl der registrierten Mitglieder - derzeit im sechsstelligen Bereich - steigt kontinuierlich. Die Anmeldung ist als Eintrittskarte in die Bereiche "Beratung" und "Community" erforderlich. Für das Unternehmen eröffnet sie weitere Möglichkeiten. "Haben Sie Interesse an einem Spezialauftrag? Wir würden Sie gern als unseren Trendagenten engagieren", heißt es in der Rubrik Testcenter. Etwa für eine Erhebung zum Thema Badezusätze. Als Teilnehmerlohn locken 150 Artikelpakete, die verlost werden. Eine preisgünstige Meinungsumfrage. Zudem kann sich Schwarzkopf & Henkel auf diese Weise mühelos geeignete Produkttester aussuchen. Dass die Website außerdem für Permission-Marketing genutzt und ein E-Mail-Newsletter angeboten wird, versteht sich fast von selbst.
 
Während die Markenpages der Kundengewinnung und -bindung dienen, haben Handelsfilialisten wie Schlecker und Douglas den Verkauf im Visier. Hier konzentriert man sich stärker auf professionelle Produktpräsentation und guten Service Im Vergleich zum Jahr 2001 haben die Shops ihr Angebot an Beratung oder Redaktion eher noch abgebaut. Im nächsten Schritt könne es deshalb darum gehen, den Einkaufsbummel im Internet anregender zu gestalten.
Quelle: LebensmittelZeitung; www.lz-net.de

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