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Krankenzusatzversicherungen: Potenzial für private Kassen

Die Gesundheitsreform 2003 hat für alle gesetzlich Versicherten in Deutschland erkennbare Einschnitte in gewohnte Krankenkassenleistungen mit sich gebracht. Ab 2005 wird zudem der Zahnersatz ganz aus der GKV herausgenommen und muss als Pflichtversicherung privat oder gesetzlich zusatzversichert werden. Krankenversicherern liefern die Rahmenveränderungen viele Ansatzpunkte für das Geschäft mit Krankenzusatzversicherungen. 25 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten wollen in Zukunft sicher oder sehr wahrscheinlich Krankenzusatzversicherungen auf freiwilliger Basis abschließen wollen. In der Kernzielgruppe der 31- bis 55-jährigen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von über 2.000 Euro sind es sogar 37 Prozent. Rund 20 Prozent aller Befragten verfügen derzeit bereits über Zusatzversicherungen (im wesentlichen zur Abdeckung von Krankenhaustagegeld, Zahnersatz, Auslandsschutz).
 
Viele Versicherte zeigen sich bisher aber nur mangelhaft über die Konsequenzen der Gesundheitsreform informiert: Weniger als die Hälfte weiß z.B. von der Herausnahme von Brillen/Sehhilfen aus der GKV und um die Zuzahlungspflicht bei stationären Krankenhausaufenthalten. Erstaunlich ist auch, dass 57 Prozent der Versicherten bisher noch von keinem (privaten oder gesetzlichen) KV-Anbieter auf Krankenzusatzversicherungen angesprochen worden sind. Abschlussbereitschaft bedeutet bisher nicht realisiertes Potenzial. Die Konsequenz: Nur wenn die Uninformiertheit in großen Teilen der Bevölkerung überwunden wird und es den privaten Versicherern gleichzeitig gelingt, möglichst viele gesetzlich Versicherte anzusprechen, kann das Potenzial für die PKV im Bereich Krankenzusatzversicherungen genutzt werden; ansonsten wird es ganz überwiegend in die Kassen der GKV abfließen.
Quelle: psychonomics AG; ansgar.metz@psychonomics.de

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