ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Editor's Pick


Krise und Krisenstimmung nimmt in Europa zu

Seite 1/2

GfK-Konsumklima zur Konjunkturerwartung in Europa und den USA 

 GfK-Konsumklima zur Konjunkturerwartung in Europa und den USA

Die Finanzkrise in Europa hat sich im zweiten Quartal erneut zugespitzt. Vor allem die Krisenstaaten Griechenland, Spanien und Italien haben mit der entsprechend schlechten Stimmung in der Bevölkerung zu kämpfen.

Die Turbulenzen im Euro-Raum durch den zum Befragungszeitpunkt ungewissen Wahlausgang in Griechenland sowie die Rettungsaktion für den spanischen Bankensektor haben dem Konjunkturoptimismus der deutschen Verbraucher einen deutlichen Dämpfer versetzt. Das sich eintrübende internationale Umfeld zeigt nun offenbar auch Wirkung bei den Konjunkturaussichten der Deutschen. Die Konsumenten befürchten offenbar, dass sich Deutschland über kurz oder lang dem Abwärtstrend im Euro-Raum nicht vollkommen entziehen kann. Die Preissteigerung für die Lebenshaltung ist im Mai unter die psychologisch wichtige Schwelle von 2 Prozent gesunken. Dadurch sehen die Konsumenten ihre Kaufkraft gestärkt. Zudem ist es für viele Konsumenten aufgrund des fehlenden Vertrauens in die Finanzmärkte sowie des historisch niedrigen Zinsniveaus nicht sehr attraktiv, ihre finanziellen Mittel anzusparen. Stattdessen tendieren sie eher dazu, werthaltige Anschaffungen zu tätigen.

Die erneute Verschärfung der Finanzkrise hat die Wirtschaft fast jedes europäischen Landes überrascht. Allerdings gibt es mit Rumänien und Portugal auch zwei Lichtblicke. Am schlechtesten beurteilen die Italiener (-60,2 Punkte) und Tschechen (-57,1 Punkte) die Chancen auf wirtschaftliche Erholung. Am höchsten sind die Werte in Frankreich (-8,2 Punkte), Rumänien (-2,6 Punkte) sowie in Deutschland (3,0 Punkte). Der Durchschnitt in der Europäischen Union liegt bei -35 Punkten.

In vielen Ländern Europas rechnen die Verbraucher in den kommenden Monaten mit steigenden Einkommen, wenn auch häufig auf einem sehr niedrigen Niveau. Der Indikator bleibt überwiegend konstant oder steigt sogar an. Die niedrigsten Werte verzeichnen Portugal (-33,7 Punkte), Griechenland (-48,0 Punkte) und Italien (-68,0 Punkte). Mit steigenden Einkommen rechnen die Österreicher (-1,0 Punkte), die Rumänen (1,6 Punkte) sowie die Deutschen (40,1 Punkte). Der Durchschnitt in der Europäischen Union liegt bei -43 Punkten.

GfK-Konsumklima zur Anschaffungsneigung in Europa und den USA 

 GfK-Konsumklima zur Anschaffungsneigung in Europa und den USA

In den meisten Ländern Europas ist die Anschaffungsneigung relativ konstant auf einem niedrigen bis sehr niedrigen Niveau. In einigen Ländern ist sie in den vergangenen ein bis zwei Monaten gestiegen. Die Verbraucher befürchten im Zuge der europaweiten Konsolidierungsbemühungen weitere Steuererhöhungen. In einigen Ländern sind bereits Mehrwertsteuererhöhungen zum Beginn des nächsten Jahres beschlossen. Die Konsumenten sehen daher, dass es aktuell günstig ist, größere Anschaffungen zu tätigen. Allerdings besteht zwischen konsumieren wollen und konsumieren können noch ein großer Unterschied. Viele Bürger können sich größere Anschaffungen einfach nicht leisten, auch wenn es sinnvoll wäre, sie jetzt zu erwerben. Die niedrigste Anschaffungsneigung gibt es derzeit in Großbritannien (-42,3 Punkte), in Portugal (-43,2 Punkte) und in Griechenland (-45,2 Punkte). Am meisten konsumieren möchten die Bulgaren (8,5 Punkte), Österreicher (22,4 Punkte) sowie die Deutschen (32,7 Punkte). Der Durchschnitt in der Europäischen Union liegt bei -23 Punkten. 


[1] [2]


Nähere Informationen zur GfK-Gruppe finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: Gfk

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email