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Marktforschung ohne Befragungen

Die Inititative Markt- und Sozialforschung e.V. macht darauf aufmerksam, dass zwar die Befragung (persönlich, telefonisch, schriftlich oder online) die bekannteste Erhebungsmethode ist, man sich jedoch in der Markt- und Sozialforschung darüber hinaus weiterer Verfahren zur Ermittlung objektiver Sachverhalte bediene. Zu diesen nicht-reaktiven Verfahren gehören beispielsweise Beobachtungen von Personen oder des Internets bzw. dessen Inhalte.

Mithilfe von Beobachtungen sollen unkontrollierte Einflüsse, wie sie bei einer Interviewsituation ausgelöst werden können, zum Beispiel Befangenheit oder soziale Erwünschtheit, ausgeschlossen werden. Beim sogenannten Mystery Research bleibt den untersuchten Personen das Beobachtungsverfahren deshalb verborgen. Wie bei Befragungen, sind auch bei Beobachtungen die Datenschutzrichtlinien und das Anonymisierungsgebot einzuhalten. Die Untersuchungsergebnisse werden so übermittelt, dass die Erkennbarkeit von Personen und Orten auszuschließen ist.
 
Auch das Internet dient als Quelle für nicht-reaktive Datenerhebung. Von Interesse ist hier der Inhalt, der von Konsumenten in Internetforen oder in sozialen Netzwerken produziert wird. Über das sogenannte Webmonitoring können sich Unternehmen zum Beispiel ein Bild davon machen, welche Meinung gerade zur eigenen Marke herrscht, wie ein neues Produkt ankommt oder welche kritischen Themen aufkommen (Themenradar). So können ohne Befragungen wichtige Erkenntnisse über bestimmte Zielgruppen gewonnen werden.
 
Als nicht-reaktives Verfahren wird in der Marktforschung auch Eye Tracking, eine Blickverlaufsanalyse, eingesetzt. Dieses wird beispielsweise genutzt bei der Bewertung von Produktdesigns oder bei Werbeanzeigen in Zeitungen oder online. Die Erfassung der Blickrichtung gibt Aufschluss darüber, ob der Proband auch das wahrnimmt, was er wahrnehmen soll, zum Beispiel den Markennamen.
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