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Metzger, Theke oder Selbstbedienung?

Es klingt noch ungewohnt, aber Frischfleisch kann der Verbraucher jetzt auch bei Aldi oder Lidl kaufen. Was das für Metzgereien und Fleischtheken im Lebensmitteleinzelhandel bedeuten könnte, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen. Erste Prognosen lassen jedoch darauf schließen, dass Discounter zukünftig beim Fleischabsatz einen fühlbaren Marktanteil erreichen könnten.
 
Fand der Verbraucher bisher lediglich tiefgekühltes oder mariniertes Fleisch bei den Discountern Aldi und Lidl, kann er ab sofort auch frisches Fleisch kaufen. Das wird, so legen erste Prognosen nahe, den Fleischmarkt verändern. Fast jeder deutsche Verbraucher war im vergangenen Jahr Kunde bei Aldi, Lidl oder anderen Discounter. Bisher kaufte fast jeder zweite Kunde auch Fleisch beim Discounter. Die Verbraucher kaufen generell durchschnittlich dreißigmal im Jahr Fleisch, bei Aldi oder Lidl greifen sie im Schnitt etwa siebenmal in die Truhe oder ins Regal, knapp zehn Prozent des Fleischabsatzes setzen die Discounter um. Es handelt sich dabei vorwiegend um Produkte aus der Tiefkühltruhe oder um mariniertes, zum Grillen bestimmtes Fleisch.
 
Bisher versorgen sich etwa 65 Prozent der Deutschen bei Lidl, rund 87 Prozent bei Aldi mit Gütern des täglichen Bedarfs. Immer weniger Verbraucher kaufen Fleisch beim Metzger. Waren es 1998 noch 62 Prozent, so sind es aktuell nur noch 54 Prozent der Deutschen. Die Kaufhäufigkeit ist mit einem Wert von 13 pro Jahr jedoch unverändert geblieben. Der Metzger hält also offensichtlich seine Kundschaft.
 
Verlierer sind vor allem die Bedienungstheken in Super- oder großen Verbrau-chermärkten. Zwar kaufen immer noch über 70 Prozent der Verbraucher dort ihr Fleisch und ihre Wurstwaren ein, aber der Besuch an der Fleischtheke geschieht dies immer seltener. Die Entwicklung wird sich wohl auch fortsetzen, da der Fleischeinkauf am Selbstbedienungskühlregal für den Verbraucher einfacher und schneller ist. Hier stieg der Marktanteil von 20 Prozent im Jahr 1998 auf 28 Prozent im vergangenen Jahr.
 
Quelle: GfK Panel Services Consumer Research; ralf.mertes@gfk.de

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