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Mindestlohn benachteiligt Geringverdiener in den Städten

Auf dem Land ist das Leben kostengünstiger und so liegen auch die Löhne meist unter dem Niveau in der Stadt. Solche räumlichen Unterschiede wie auch andere Dimensionen der Lohnstruktur wurden in der Diskussion um die Einführung eines einheitlichen gesetzlichen Mindestlohns bisher weitgehend vernachlässigt.
 
Zu Unrecht, wie eine neue Studie des zeigt: Ein Mindestlohn erreicht viele Arbeitnehmer in der Stadt nicht, greift aber auf dem Land umso stärker. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Lohn eines ungelernten Arbeiters unter dem Mindestlohn von 6,50 Euro liegt, ist nach den Ergebnissen der Studie auf dem Land um rund 10 Prozentpunkte höher als in der Stadt. Für Frauen beträgt der Unterschied sogar 17 Prozentpunkte. In erster Linie profitieren von einem Mindestlohn also die Arbeitskräfte, die weiterhin auf dem Land beschäftigt sind. Die anderen Arbeitskräfte werden auf den städtischen Arbeitsmarkt drängen.
 
Dadurch lässt der Mindestlohn das Lohnniveau in der Stadt im Verhältnis zum Umland sinken. Gleichzeitig erhöhen sich aber die Lebenshaltungskosten, da die Mieten durch die Zuwanderung in die Stadt ansteigen. Dieser indirekte Einfluss des Mindestlohns kann dazu führen, dass sich die Arbeits- und Lebensbedingungen gerade für die sozial Schwachen in den Städten verschlechtern. Selbst wenn der Mindestlohn gesamtwirtschaftlich keine negativen Beschäftigungseffekte entfaltet, können sich daher nachteilige Wirkungen auf den Lebensstandard von Geringverdienern ergeben.
 
Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung von ifo- Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München.
Quelle: ifo Institut für Wirtschaftsforschung; www.ifo.de

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