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Mitarbeiterführung in der Krise

Die Wirtschaftskrise erreicht auch Arbeitenehmer: Mangelnde Mitarbeiterfürsorge und unzureichende Kommunikation in den Unternehmen führt zu Verunsicherung und Motivationsverlusten und verschärft so die Krisensituation.
 
Die Krise ist für den Großteil der Befragten noch längst nicht vorbei: Nur 20 % gehen davon aus, dass der Tiefpunkt der Krise in ihrem Unternehmen bereits erreicht wurde und es wieder bergauf geht. Stattdessen erwarten 40 % noch eine deutliche Verschärfung der Krise in den nächsten Monaten.
 
Für die meisten Arbeitnehmer ist die Krise nicht abstrakt, sondern sehr konkret. Ein Viertel sieht den eigenen Arbeitsplatz aufgrund der Krise direkt gefährdet und erwartet im eigenen Unternehmen eine Kündigungswelle.
 
Über die Hälfte der Befragten (57 %) gibt an, dass das Betriebsklima durch die Krise gelitten hat. Ein stärkeres Konkurrenzdenken im Unternehmen führt vermehrt zu Missgunst, Konflikten und Mobbing. Die Mitarbeiter richten ihr Handeln stärker auf Sicherheit aus, statt kreative, innovative Lösungen und Wege aus der Krise zu suchen.
 
Es gelingt der Unternehmensführung in dieser kritischen Zeit nur 21 % der Befragten zu motivieren, bei 63 % lässt die Handlungsweise der Unternehmensführung die Motivation sogar sinken oder führt gar zur Resignation. Erschreckende 74 % der Arbeitnehmer haben das Gefühl, von der Unternehmensleitung nicht als gewinnbringendes Kapital, sondern als Ballast gesehen zu werden. Sie sind der Ansicht, dass ihr Einsatz und ihre Kompetenz bei der Krisenbewältigung von der Unternehmensführung nicht ausreichend gesehen werden.
 
Insbesondere die interne Kommunikation wird kritisch beurteilt. Über die Hälfte der Arbeitnehmer (55 %) fühlt sich nur unzureichend über die Auswirkungen der Krise auf das eigene Unternehmen informiert. Und 63 % der Befragten haben nicht den Eindruck, dass die Unternehmensführung in der Lage ist, ein tragfähiges Zukunftskonzept zu entwickeln. Im Gegenteil: Mehr als 70 % der Befragten sind davon überzeugt, dass die Unternehmensführung keine Lösungsansätze oder Maßnahmen zur Bewältigung der Krise entwirft.
 
Aufgrund der erlebten mangelnden Wertschätzung und der unzureichenden Informationspolitik fühlen sich rund ein Drittel der Arbeitnehmer (35 %) mit ihren Sorgen und Ängste allein gelassen.
 
Das sind Ergebnisse einer Studie von Skopos im November 2009. Im Rahmen einer branchenübergreifenden repräsentativen Onlinestudie in Zusammenarbeit mit dem Online-Panelanbieter ODC Services wurden 500 Arbeitnehmer befragt.
Quelle: Skopos; www.skopos.de

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