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Mobiles Internet weltweit auf dem Vormarsch

Weltweit nutzen derzeit 16 Prozent das mobile Internet, in Deutschland sind es etwa 20 Prozent. Damit handelt es sich bei der mobilen Internetnutzung um einen globalen Trend und um ein neues Massenphänomen. Weltweit geben 60 Prozent der Befragten an, Interesse an mobiler Internetnutzung zu haben (Deutschland: 41 Prozent). Das Potenzial an zukünftigen mobilen Surfern ist folglich sehr groß und das mobile Internet einer der Treiber im mobilen Kommunikationsmarkt.
 
Bei der mobilen Internetnutzung zeigt sich das Zusammenspiel von technischer Ausstattung, Gebrauchstauglichkeit und Tarifmodellen sehr deutlich. Einerseits müssen die mobil genutzten Endgeräte natürlich internetfähig sein. Weltweit geben 41 Prozent der Konsumenten an, ein internetfähiges Mobiltelefon zu besitzen. In Deutschland sind es sogar noch deutlich mehr (60 Prozent). Andererseits ist nicht nur die Internetfähigkeit der Geräte, sondern auch ihre Gebrauchstauglichkeit entscheidend für die Nutzung. So verfügen global 15 Prozent über ein Endgerät mit Touchscreen (Deutschland: 19 Prozent). Weltweit äußern 62 Prozent Interesse an einem Telefon mit Touchscreen; in Deutschland sind es 48 Prozent.
 
Der Datentarif spielt eine entscheidende Rolle bei der Nutzung des mobilen Internets. Seit es Datentarife mit Flatrate, Freivolumen oder Freiminuten gibt, ist die Nutzung des mobilen Internets stark angestiegen. Auf der anderen Seite gibt ein Drittel der Nichtnutzer an, dass sie das mobile Internet nicht nutzen, weil es ihnen noch zu teuer sei. In Deutschland sind dies sogar 42 Prozent. Für die Mobilfunkanbieter kommt es also darauf an, die Balance zwischen Preis und Anzahl der Nutzer zu optimieren.
 
Auf dem ersten Platz der relevantestesn mobilen Inhalte befinden sich Suchseiten, insgesamt 34 Prozent der Befragten nutzen Suchmaschinen im mobilen Internet. Auf Platz zwei steht die Newsfunktion: Auf dem Weg zur Arbeit, in der Mittagspause und in kurzen Verschnaufpausen über den Tag hinweg greifen die Nutzer zum Mobiltelefon und informieren sich über die aktuellsten Geschehnisse. Auf dem dritten Platz können sich in der globalen Betrachtung Musikseiten wie iTunes und Napster platzieren. Auf Platz vier mit einer globalen Nutzung von 19 Prozent stehen die Social Networking Sites. In der mobilen Variation sind Community Sites insbesondere in den USA sehr beliebt und weit verbreitet. Auf dem fünften und sechsten Platz finden sich die Dauerbrenner des Small Talks: Informationen über Wetter und Sport sind sehr gefragt. Beides ist immer aktuell und wird gerne auch mobil in der Freizeit abgerufen.
 
In Deutschland verhält es sich da sehr ähnlich wie auf globaler Ebene. Musikseiten und Social Communities haben hierzulande im Vergleich zur globalen Nutzung noch Nachholbedarf. Doch aufgrund der Nutzungszahlen für das stationäre Internet ist auch in Deutschland Potential für mobile Social Networking Sites vorhanden. Auffällig höhere Nutzugsraten haben die Deutschen dagegen bei mobilen Videosites. Zudem rufen sie unterwegs häufiger Seiten zu Finanzgeschäften auf. In Deutschland wurde sehr früh das BTX-System für Online-Banking eingeführt. Die Aufgeschlossenheit der Deutschen gegenüber Online-Banking rührt aus dieser Zeit und setzt sich nun auch in der Nutzung des mobilen Bankings fort.
 
Das sind die Ergebnisse der Studie Global Telecoms Insights 2009 von TNS Infratest. Für die Studie wurden 20.622 Personen im Alter von 16 bis 60 Jahren im November und Dezember 2008 in den folgenden 32 Ländern befragt: USA, Kanada, England, Frankreich, Deutschland (484 Online-Interviews). , Spanien, Italien, Niederlande, Schweden, Japan, Korea, Hongkong, Malaysia, Singapur, Taiwan, Australien, China, Indien, Russland, Pakistan, Indonesien, Vietnam, Thailand, Mexiko, Brasilien, Argentinien, Marokko, Ägypten, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Kuwait, Südafrika.
Quelle: TNS Infratest; www.tns-infratest.com

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