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Mobilität ist beim Jobwechsel unverzichtbar

Ein Wohnortwechsel ist heutzutage für den Großteil der Manager Pflicht, wenn sie eine neue Position antreten.
 
Die Mehrheit nimmt die damit verbundenen Unannehmlichkeiten jedoch nur notgedrungen in Kauf. Das ergab eine aktuelle Mobilitätsstudie im Auftrag des Immobilienportals ImmobilienScout24, für die TNS Infratest bundesweit 100 Personalberater und Headhunter im Juni 2006 befragte.
 
Wer heutzutage eine Managementkarriere anstrebt, weiß bereits, dass ihn regelmäßige Jobwechsel erwarten. 70 Prozent der befragten Personalberater und Headhunter sagen heutigen Einsteigern fünf oder mehr Wechsel in ihrem Berufsleben voraus. Fast ein Drittel geht sogar von acht oder mehr verschiedenen Arbeitsplätzen im Laufe der Karriere aus - eine Verdoppelung im Vergleich zum Jahr 1999. Die Wenigsten können mit einem "Job auf Lebenszeit" rechnen: Nur jeder Sechste der Befragten sieht auf Berufseinsteiger von heute lediglich keinen bis drei Wechsel zukommen.
 
Jobwechsel bedeutet oft auch Wohnortwechsel
Die Studie zeigt auch, dass Jobwechsel häufig mit einem Umzug verbunden sind. Derzeit wechselt durchschnittlich jeder Zweite im Mittleren Management mit dem Job auch seinen Wohnort. Im Top Management sind es sogar über 60 Prozent. Dieser Trend wird in den kommenden fünf Jahren weiter zunehmen. Die Experten gehen davon aus, dass der Prozentsatz der Umzüge im Mittleren Management im Durchschnitt um ein Viertel steigen wird. Größere Flexibilität wird dabei besonders von Managern in IT, Handel, Telekommunikation und Industrie sowie von Unternehmensberatern verlangt.
 
Umzug als unangenehmer Nebeneffekt
Bei aller Freude über die neue berufliche Position erachtet die Mehrheit der Manager einen Umzug als notwendiges Übel. Lediglich ein Viertel zieht gerne um. Die meisten können dem Wohnortwechsel allerdings auch etwas Positives abgewinnen: Neue Erfahrungen zu sammeln wird von den Jobwechslern als größtes Plus des Umzugs genannt (27 Prozent). Auf dem zweitem Rang stehen bei Top Managern finanzielle Vorteile, wogegen das Knüpfen neuer Kontakte im Mittleren Management eine größere Rolle spielt.
 
Dennoch überwiegen die Sorgen, die der Umzug für die Mehrzahl der Jobwechsler mit sich bringt: Fast alle Befragten sehen Probleme, am neuen Wohnort eine geeignete Arbeit für den Partner des Jobwechslers zu finden. Als weiterer Nachteil wird die Trennung vom eigenen Haus bzw. der Wohnung empfunden. Viele befürchten Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Nachmieter oder Käufer. Und jeder Dritte geht von Problemen bei der Wohnungssuche aus.
 
Unternehmen leisten Unterstützung
Beim Umzug in eine neue Stadt steht den Jobwechslern in der Regel der Arbeitgeber zur Seite. Fast neun von zehn Personal-Experten gehen davon aus, dass die Unternehmen ihre neuen Mitarbeiter bei der Wohnungssuche unterstützen. Viele Firmen übernehmen zudem bei Management-Positionen die Kosten des Umzugs. Doch nicht immer erhalten die Jobwechsler die Hilfe, die ihnen wichtig ist: Nur 41 Prozent der Befragten beobachten, dass die Partner bei der Arbeitsplatzsuche unterstützt werden, obwohl dies das größte Problem für die Jobwechsler darstellt. Als zusätzliche Leistungen der Unternehmen sind nach Ansicht der befragten Personalberater und Headhunter darüber hinaus die gesellschaftliche Eingliederung am neuen Wohnort sowie Unterstützung bei der Kinderbetreuung denkbar.
 
Pendeln - die Alternative zum Umzug
Eine Alternative zum Umzug ist das Pendeln zwischen Wohnort und Arbeitsplatz. Der Studie zufolge sehen knapp die Hälfte der Personal-Experten bei Managern die Bereitschaft, 100 bis 200 km zu ihrem Arbeitsplatz zu pendeln, 16 Prozent meinen, sie würden sogar noch weitere Strecken in Kauf nehmen. Dabei würden die Jobwechsler nach Einschätzung der Personal-Experten im Durchschnitt maximal 372 EUR im Monat ausgeben wollen. Damit sind die durchschnittlich akzeptierten Kosten in den letzten sieben Jahren um 81 Prozent gestiegen. Im Bereich Banken, Finanzen und Versicherungen scheint die Bereitschaft für hohe Pendler-Ausgaben besonders ausgeprägt zu sein.
 
Top-Städte München und Hamburg
Die meisten Management-Positionen wurden in den vergangenen 12 Monaten nach München (29 Prozent) und Hamburg (20 Prozent) vermittelt. Auf den weiteren Plätzen folgen Stuttgart, Berlin und Frankfurt. Diesen fünf Städten sowie Köln wird von mehr als 70 Prozent der Befragten auch für die kommenden fünf Jahre eine positive Arbeitsmarktentwicklung vorausgesagt. Zu aufstrebenden Regionen gehören auch Leipzig und Dresden, die damit beispielsweise deutlich vor dem Ruhrgebiet liegen.
 
Quelle: TNS Infratest; www.tns-infratest.com

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