ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Editor's Pick


Nachfrage nach Finanzdienstleistungen stagniert

In Deutschland werden bis zum Ende des Jahres 2005 wahrscheinlich weniger Finanzdienstleistungsverträge abgeschlossen als in den Jahren zuvor. Diese Prognose stützt sich auf einen Rückgang der Nachfrage im 1. Halbjahr. Nur 10 Prozent aller Haushalte haben im 1. Halbjahr 2005 ihr Finanzportfolio ergänzt, weitere 7,5 Prozent der Befragten planen, binnen Jahresfrist zusätzliche Spar- und Anlageverträge abzuschließen. Gegenwärtig beinhaltet die Planung neuer Finanzanlagen in erster Linie Investmentfonds sowie sichere, kurzfristige Geldanlageformen. Im Rahmen von Versicherungsleistungen werden vor allem Anlagen der privaten Absicherung, beispielsweise Berufsunfähigkeits-, Unfall- und private Krankenzusatzversicherungen, bevorzugt. Kapitallebensversicherungen hingegen sind in diesem Jahr nicht mehr gefragt, da sich der Großteil der interessierten Anleger wegen der damaligen Steuervorteile bereits vor Ende 2004 versichert hat. Auch Bausparverträge spielen im aktuellen Spar- und Anlageverhalten der Deutschen eine deutlich untergeordnete Rolle.
 
Die Nachfrage richtet sich auch nach der jeweiligen finanziellen Situation der Befragten. Haushalte mit einem Nettoeinkommen über 4.000 Euro, die bereits sehr gut mit Finanzanlagen aller Art ausgestattet sind, planen deutlich häufiger als finanziell schlechter gestellte Haushalte, bis zum Ende des Jahres weitere Anlagen in ihr Portfolio zu integrieren. Während nur 5 Prozent in der niedrigen Einkommensklasse bis 1.000 Euro Nettoeinkommen pro Monat beabsichtigen, sich weitere Finanzprodukte zuzulegen, ist es in der Gruppe der Spitzenverdiener nahezu jeder fünfte Haushalt. Etwa 2 Prozent der Haushalte insgesamt möchten bis Ende 2005 Tagesgeldkonten eröffnen. Dieses Niveau ist mit dem vom Jahresbeginn vergleichbar. Daneben ist eine Erholung bei Investmentfondsanlagen festzustellen. 2 Prozent aller Haushalte haben im ersten Halbjahr 2005 mindestens ein Investmentfondsprodukt gekauft, weitere 2 Prozent der Haushalte planen dies bis zum Ende des Jahres (Vorjahreswert: 0,5 Prozent). Vor allem bei älteren Anlegern ist die Absicht zu erkennen, verstärkt in Aktien und Investmentfonds zu investieren. 3 Prozent der Haushalte mit einer haushaltsführenden Person in einem Alter ab 60 Jahren wollen bis Ende dieses Jahres in mindestens eine der beiden Anlageformen investieren.
 
Deutlich seltener möchten die deutschen Verbraucher eine Versicherung abschließen. Die seit Beginn des Jahres stark zurückgegangene Nachfrage nach Kapitallebensversicherungen wird zudem voraussichtlich auch in den kommenden Monaten andauern. Zunehmend an Bedeutung gewinnt hingegen die eigene private Vorsorge - nicht nur für das Alter: Berufsunfähigkeitsversicherungen, Unfallversicherungen und private Krankenzusatzversicherungen rücken deutlich ins Blickfeld. Eine Aufteilung nach unterschiedlichen Zielgruppen zeigt, dass für Haushalte in der Altersgruppe bis 29 Jahre ein Abschluss dieser Produkte momentan besonders attraktiv ist. Darüber hinaus sind Haushalte mit Kindern sowie Doppelverdiener zur Zeit ebenfalls überdurchschnittlich affin für private Vorsorgeprodukte.
Quelle: GfK AG; www.gfk.de

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email