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Netnography-Diskussionsforum im netnocamp

Am Freitag den 17. September fand im Rahmen der Internetwoche Köln das netnocamp als weltweit erstes Barcamp zum Thema Nethnographystatt. Professor Robert Kozinets, als akademischer Vater des Netnography-Begriffs, wurde per Webkonferenz zugeschaltet und gab in seiner Keynote Einblicke in die Entwicklung von Netnography.

Barcamps sind offene Konferenzen (auch "Unkonferenzen" genannt), deren Ablauf und Inhalte von den Teilnehmern selbst entwickelt werden. Aufgrund der Anzahl der Teilnehmer und der Beschränkung auf einen Raum war das netnocamp letztlich eher ein „Barcamp light“ oder eine „lockere Konferenz“. Nichtsdestotrotz hat im Vergleich zu vielen anderen Konferenzen ein wirklich ungezwungener und lebhafter Austausch zwischen den rund 60 Teilnehmern stattgefunden. Initiiert und organisiert wurde das netnocamp von Steffen Hück (Projektmanager Innovation Research, HYVE AG), Wolfgang Drews (Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Trier) und Klaus Janowitz (Soziologe).

Ein zentrales Anliegen des Barcamps war das Konzept der Netnography (stärker) in die Social Media Research Diskussion einzubringen, welche oftmals stark technologie- und toolgetrieben ist. Während Web Monitoring oder besser Social Media Monitoring in aller Munde ist und immer mehr Anbieter von quantitativen Monitoring Tools auf den Markt drängen, ist der Begriff Netnography stark unterrepräsentiert. Eine Suche bei Google.de führt beispielsweise zu knapp 54 tausend Ergebnissen zu „netnograph(y/ie)“ im Vergleich zu ca. 2 Mio Treffern zu „social media monitroring“. Doch was genau ist Netnography und wie unterscheidet sich Netnography von Social Media Monitoring? Auf Wikipedia findet man die folgenden beiden Definitionen:

Netnography: Netnographie, engl. netnography, bedeutet die Übertragung ethnographischer Forschungsmethoden auf das Internet. Es ist ein vom Marketingprofessor Robert Kozinets geprägtes Kunstwort, welches die beiden Begriffe Ethnographie und Internet fusioniert.

Web Monitoring: Unter dem Begriff Webmonitoring versteht man die systematische Suche im Internet nach Unternehmens-, Marken-, Meinungs-, Wettbewerber- und Personennennungen mit anschließender Kategorisierung und elektronischer Archivierung der gefundenen Daten.

Schaut man sich die beiden Definition an, so kann man zunächst einmal schlussfolgern, dass Netnography als eher qualitativ und manuell und Monitoring als eher quantitativ und automatisiert beschrieben werden kann. Es stellt sich jedoch die Frage inwieweit eine „VS.-Diskussion“ zielführend ist. Ähnlich wie sich die ursprüngliche „Qual. VS. Quant.“-Diskussion im Laufe der Zeit zu einem „Qual. AND Quant.“-Konsens entwickelt hat, gilt es auch im Bereich Social Media Research im Rahmen einer „AND-Diskussion“ genau zu betrachten wie qualitative und manuelle Aspekte mit quantitativen und automatisierten Aspekten erkenntnisgewinnend kombiniert werden können.

Insgesamt war das erste netnocamp ein spannendes „barcamp light“ mit vielen Diskussionen und Anregungen für alle Social Media Research Interessierten. Das Feedback rund 60 der Teilnehmer war durchweg positiv und ein netnocamp 2011 ist auf jeden Fall denkbar.

Bericht: Steffen Hück

Steffen Hück ist bei der HYVE AG als Projektmanager im Bereich Customized Innovation tätig. Sein Fokus liegt auf qualitativer und quantitativer Marktforschung insbesondere im Bereich Online Community Research sowie in der Durchführung von Projekten zur virtuellen Kundenintegration.
Quelle: Netnocamp

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