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Neue Felgen aufziehen

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Die Automobilindustrie erfindet sich gerade neu. Unter dem Druck von Google, Apple & Co und veränderten Kundenwünschen suchen die Hersteller neue Straßen zum Erfolg. Wo die liegen werden, ist aber unklar. Stationen sind Konnektivität, Digitalisierung und Autonomes Fahren. Eine Menge Ansätze für die Marktforschung.

Das Zeitalter der Konnektivität in der Autobranche begann 1982. Damals war der PC noch nicht massenfähig und Mobiltelefone kannten in der Regel nur Bundeswehrsoldaten als klobige Feldtelefone. Aber es gab K.I.T.T. und Knight Rider. „Ein Auto, ein Computer, ein Mann“, wie es im Intro der US-Serie hieß. Hauptdarsteller David Hasselhoff und sein rollender Partner aus Blech waren so kultig wie die Cover vom Playboy. Ein Auto, das sprechen konnte, sich mit einer Uhr steuern ließ, seine Umgebung scannte und vor Gefahren warnte. Eine Vision von Drehbuchautoren, nicht von Autobauern.

40 Jahre später sieht das anders aus. Zwar sind Hasselhoff und K.I.T.T. längst in Rente, doch jetzt sind Konnektivität, Digitalisierung und Autonomes Fahren die Topthemen in der Autobranche. Kaum ein Branchentreff, kaum ein Artikel über die Automobilindustrie, der ohne die drei Schlagwörter auskommt. Die Entwicklung hat zahlreiche Ursachen.

Amerikanische und chinesische Tech- und IT-Konzerne wie Apple, Google, Tencent und Alibaba drängen mit eigenen Mobilitätskonzepten in den Markt. Junge Konsumenten, vor allem in den Städten, finden Carsharing attraktiver, als ein eigenes Auto zu besitzen. Und als ob das nicht schon genügend Herausforderungen wären, sorgen auch noch andere Akteure für Unruhe im Markt. Tesla etwa hat sich komplett der E-Mobilität verschrieben und setzt hier die traditionellen Marken unter Druck. Uber hingegen will Taxi-Unternehmen, Autovermieter und Carsharer überflüssig machen. Das zwingt Unternehmen zum Umdenken.

Die Hersteller wandeln sich von reinen Fahrzeugproduzenten zu vernetzten und digitalisierten Mobilitätsanbietern. Bis spätestens 2035, so eine Studie der Unternehmensberatung Oliver Wyman, sind nicht mehr der klassische Fahrzeugverkauf, After Sales und Finanzdienstleistungen Hauptgewinnbringer, sondern ganzheitliche intermodale Lösungen. Die traditionellen Blechbieger brauchen neue Geschäftsfelder. Doch wie sehen die Umsatzbringer der Zukunft aus? Was wollen die Kunden? Nicht immer agieren die Unternehmen hier wohlüberlegt.

„Manchmal fahren die Autohersteller an den wirklichen Kundenbedürfnissen vorbei. Sie sind immer noch zu sehr ingenieursgetrieben“, beobachtet beispielsweise Robert Follmer, Bereichsleiter bei Infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft in Bonn. Ford versucht das zu vermeiden. „Wir analysieren und prognostizieren eine Unmenge an Informationen aus einer Vielzahl von Quellen und prüfen Hypothesen konsequent ab“, sagt Wolfgang Kopplin, Geschäftsführer Marketing und Verkauf der Ford-Werke mit Sitz in Köln. So befragt der Kölner Hersteller beispielsweise seit drei Jahren Millennials zum Thema Automotive Zeitgeist, um die Einstellung junger Menschen zu Auto und Mobilität zu erfassen.

Nicht nur bei Ford hat man erkannt >>


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