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Neues aus dem Einkaufs-Netz

Online-Auktionen haben bei den Internetusern stark an Bedeutung gewonnen: 67,5 Prozent aller Online-Shopper haben schon einmal per Auktion gekauft; jeder vierte im Internet umgesetzte Euro fließt mittlerweile in die virtuellen Auktionshäuser. Sie sind damit in der Rangliste fast zu den deutschen E-Shops aufgerückt, die von 81,5 Prozent aller Online-Shopper schon mindestens einmal genutzt wurden. Liebhaber der virtuellen Versteigerungen sind vor allem Männer (72,7 Prozent) sowie die jüngeren Altersgruppen: 64,4 Prozent der 18-29jährigen und 74,8 Prozent der 30-39jährigen zählen sich zu den aktiven Kunden. Die Suche nach Schnäppchen treibt die Nutzer von Online-Auktionen häufiger ins Internet als andere Online-Shopper: 13,5 Prozent haben in den letzten drei Monaten mindestens fünfmal eine Versteigerung gewonnen, 11,5 Prozent haben mindestens fünfmal in deutschen Shops eingekauft (ausländische Shops: 1,7 Prozent). Fast ein Viertel aller Shopper kauft bereits im Ausland. Darunter überproportional häufig Personen in gehobenen beruflichen Positionen und Gutverdiener, die am Online-Kauf insbesondere die große Auswahl und die Zeitersparnis schätzen. Sie sind meist männlich, über 30 Jahre alt und zählen zu den intensivsten Nutzern des Vertriebskanals Internet. Frauen kaufen dagegen vorsichtiger: Sie beschränken sich stärker auf den Einkauf innerhalb der Landesgrenzen. In deutschen Shops liegen sie sogar vor den Männern - 83,6 Prozent (Männer: 79,8 Prozent) haben schon mindestens einmal in deutschen Shops eingekauft.
 
Die Palette der gekauften und zukünftig über das Internet zu beziehenden Produkte wird sich noch stark ausweiten. Besonders gut stehen die Prognosen für Versandapotheken: 8,8 Prozent der Befragten haben schon einmal Medikamente übers Internet bestellt, 23,7 Prozent würden im Bedarfsfall Medikamente online kaufen. Bessere Chancen gemessen am derzeitigen Umsatz erreichen nur die Büroartikelhändler. 28,4 Prozent der Online-Shopper haben bereits Bürobedarf online geordert, 37,8 Prozent können sich dies für die Zukunft vorstellen. Unter den digitalen Gütern sind es vor allem Softwaredownloads und Fachartikel, die online geordert werden. Beide Produktgruppen werden auch in Zukunft den Markt anführen. Auf großes Interesse stoßen zudem Film- und Musikdownloads: 45,5 Prozent bzw. 57,3 Prozent würden Musik und Videos zukünftig gerne gegen Bezahlung aus dem Netz beziehen und sich den Weg in den Laden sparen. Das Internet wird damit zunehmend zur starken Konkurrenz nicht nur für Musikgeschäfte sondern auch für Videotheken.
 
Mit steigender Einkaufserfahrung nimmt die Bereitschaft, Neues zu testen und intensiv zu vergleichen zu, die Angst vor Missbrauch sinkt. Unerfahrene Nutzer schöpfen die Potenziale des Internet oftmals nicht voll aus - Sicherheitsbedenken lassen sie am Bewährten festhalten. Die User können grob in zwei Gruppen eingeteilt werden: Die Zahl der Gelegenheitsshopper (bis zu vier Einkäufe im letzten Vierteljahr) ist mehr als doppelt so hoch wie die der Heavy-Shopper (mehr als fünf Einkäufe im letzten Vierteljahr). Männer kaufen im Schnitt häufiger ein als Frauen. 36,8 Prozent zählen zur Gruppe der Heavy-Shopper. Dem stehen 24,1 Prozent weiblicher Heavy-Shopper gegenüber. Unterschiede zeigen sich auch bezüglich Alter und Einkommen. Der prototypische Heavy-Shopper ist zwischen 30 und 39 beziehungsweise 50 und 59 Jahre alt, verdient monatlich mehr als 3.000 Euro und arbeitet überproportional häufig als Selbstständiger oder Führungskraft.
 
Wie beim Wochenendeinkauf haben die Shopper auch im Internet inzwischen feste Einkaufsroutinen entwickelt. Fast drei Viertel besuchen vorzugsweise bereits genutzte Shops, gehen ohne Umschweife auf deren Homepage. 42,3 Prozent der Shopper verwenden zur Produktsuche auch Preisvergleichsportale, Suchmaschinen werden von 60,8 Prozent genutzt. Bei der Auswahl eines Shops spielt der Kundenservice sowie der Faktor Zeit eine wesentliche Rolle. Für 92,4 Prozent ist die schnelle Lieferung der Ware wichtig. Bekannte Shops und vertrauenswürdige Marken sind ein wichtiger Orientierungspunkt im Internet. Beim ersten Einkauf sind den Shoppern vor allem klar kommunizierte Sicherheitshinweise wichtig. 77,3 Prozent haben Sicherheitsbedenken bei bislang nicht genutzten Shops, 75,5 Prozent bei unbekannten Bezahlverfahren. Fehlen klare Sicherheitshinweise, brechen 75,2 Prozent den Bestellvorgang ab. Die Verunsicherung und Sensibilität der Kunden wird allerdings nur von rund einem Drittel der Händler erkannt. Investitionen fließen dementsprechend in andere Kanäle: Die Erweiterung der Produktpalette (65,1 Prozent) und der Ausbau des Marketings (62 Prozent) haben erste Priorität. Trotz der hohen Potenziale, die eine Optimierung der Bezahlportfolios freisetzen könnte, wollen nur 28,1 Prozent in die Sicherheit investieren. Gefragt sind auch einfach zu nutzende und bekannte Zahlsysteme. Rechnung und Online-Überweisung werden insgesamt am häufigsten genutzt, die Kreditkarte landet auf dem dritten Platz.
 
Die Qualität der Ware und der Kundenservice lassen Wünsche offen: 35,2 Prozent haben sich schon einmal darüber geärgert, dass die Ware nicht den Bildern oder Beschreibungen entsprach. Bei den Online-Auktionen wird der fehlende Kundenservice, namentlich das bislang oft nicht vorhandene Umtauschrecht, bemängelt. 16,8 Prozent beklagen, dass gelieferte Ware nicht zurückgegeben oder umgetauscht werden konnte. Mit dem neuen Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs zum Rückgaberecht bei gewerblichen Angeboten in Auktionsportalen dürfte sich das jedoch ändern.
 
Nicht nur die jungen Zielgruppen - auch die Senioren kaufen verstärkt im Internet. Allerdings sind die Berührungsängste bei den über Sechzigjährigen hoch. Positive Erfahrungen helfen jedoch, diese schnell zu überwinden. 25,9 Prozent der älteren Online-Shopper haben in den letzten drei Monaten häufiger als fünfmal im Internet gekauft und zählen damit zur Gruppe der Heavy-Shopper. Für 63 sind die persönlichen Sicherheitsbedenken durch die zunehmende Online-Erfahrung zurückgegangen, 21,2 Prozent wagen den virtuellen Einkauf im Ausland, 55,6 Prozent nutzen Online-Auktionen. Hauptmotivation für den Online-Kauf ist die Zeitersparnis, die größere Auswahl und die günstigeren Preise. Preisvergleichsportale werden jedoch deutlich seltener genutzt als in anderen Altersgruppen. Nur 25,9 Prozent haben damit Erfahrung gesammelt.
Quelle: Deutsche Postbank AG; www.postbank.de

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