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Pharmahersteller aus Patientensicht

"Was ich von Pharmaherstellern halte? Nicht allzuviel." Diese negative Wahrnehmung von Pharmaherstellern zeigt sich in vielen Äußerungen, die eine generell negative Grundhaltung widerspiegeln. Dabei wird eher aus dem Bauch argumentiert als auf Fakten gegründet. Pharmahersteller werden als ein Akteur innerhalb eines Komplexes von Experten (Ärzte, Apotheker, Krankenkassen, ...) erlebt, denen die Patienten als Laien Gegenüberstehen. Die hohe Emotionalisierung der Antworten sowie die ausgeprägte Auskunftsbereitschaft lässt sich auf die Aktualität des Themas Gesundheit zurückführen und zeigt eine starke Verunsicherung der Verbraucher. Folgende Themenbereiche kristallisieren sich dabei heraus:
- die grundsätzliche Verunsicherung der Verbraucher
- der Wunsch nach mehr Information und Aufklärung
- die Finanzierbarkeit von Gesundheit
- die Wahrnehmung der Pharmaindustrie als eine Branche mit einer besonderen ethischen Verantwortung.

 
So werden Ängste und Unsicherheit der Patienten aufgrund des Wissensvorsprungs von Pharmaunternehmen und Ärzten erlebt. Auch der Aspekt der Finanzierbarkeit von Medikamenten löst Ängste aus, es wird befürchtet, dass diese nicht allen in gleicher Qualität zugänglich sind. Unsicherheit aufgrund der grossen Auswahl an Medikamenten wird auch den Ärzten unterstellt: kaum ein Arzt kenne alle Produkte in und auswendig bzw. beschäftigt sich mit der genauen Wirkung. Folglich ist der Wunsch nach mehr Information und Aufklärung stark ausgeprägt. Besonderer Informationsbedarf besteht zu Nebenwirkungen, Inhaltsstoffen, unterschiedlichen Preisen von Medikamenten und zu Forschung und Entwicklung.
 
Die Kosten für Medikamente werden als nicht gerecht wahrgenommen. Unterschiedliche Preise für das gleiche Medikament in verschiedenen Ländern stößt auf Unverständnis und Unmut. Das Spektrum der Äußerungen reicht von der Bekundung von Unverständnis bis hin zu sehr emotionalen Äußerungen wie: "Ich glaube schon, dass es den Pharmaunternehmen möglich wäre die Produkte kostengünstiger zu produzieren und somit günstiger auf den Markt zu bringen, auch sollte endlich eine EU-Angleichung stattfinden." oder: "Man hat das Gefühl, die nehmen uns alle aus!" Die negative Wahrnehmung von Pharmaherstellern beruht vor allem darauf, dass ihnen das Profitstreben als einziges Handlungsmotiv unterstellt wird. Die Menschen erwarten vielmehr ein ethisch orientiertes Handeln der Pharmaindustrie, besonders in der Forschung. Es soll geforscht werden, ohne dabei den Profit in den Vordergrund zu stellen. Pharmakonzerne werden nicht so wie andere Unternehmen wahrgenommen, sondern Ihnen wird eine besondere Verantwortung für den Menschen zugesprochen.

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