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Positive Kundenrezensionen steigern den Absatz

Der Absatz von Büchern, die eine Kundenrezension, z. B. auf www.amazon.de, erhalten wird dadurch deutlich erhöht: Titel, die drei, vier oder sogar fünf Sterne erhalten haben, verkaufen sich fast doppelt so häufig verglichen mit Titeln, die nicht besprochen wurden. Interessanterweise verbreiten sich besprochene Titel jedoch nicht schneller.
 
Am särksten erhöht sich der Absatz von Büchern mit etwas besseren durchschnittlichen Rezensionen. Diese scheinen glaubwürdiger zu sein, als zu überschäumende positive Bewertungen. Gleichzeitig nimmt mit der durchschnittlichen Bewertung eines Titels nimmt auch dessen Marktpotential zu, nicht jedoch die Diffusionsgeschwindigkeit.
 
Darüber hinaus wird deutlich, dass neben der reinen durchschnittlichen Bewertung auch der Inhalt der Besprechungen relevant für den Verkauf ist. Des Weiteren lässt sich nachweisen, dass über die Zeit ein Selbstselektionseffekt einsetzt, der dazu führt, dass die Besprechungen besser und homogener werden. Einheitliche Kundenmeinungen führen zu einer schnelleren Verbreitung eines Titels, da sie die Unsicherheit des Kunden reduzieren. Kontroverse Debatten hingegen wecken offensichtlich die Neugierde bei Kunden und erhöhen somit das Marktpotential eines Titels.
 
Das sind die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie an der Bergischen Universität Wuppertal. Für die empirische Studie wurde auf Absatzzahlen der Verlagsgruppe Random House zurückgegriffen. Der Datensatz umfasst wöchentliche Absatzzahlen ab Verlag für mehr als 800 Neuerscheinungen des Jahres 2005. Für jeden Titel wurden verschiedene Diffusionsmodelle geschätzt.
Quelle: BE.HAVE; www.behave-online.de

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