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Editor's Pick


Professor Dr. Dr. h.c. Noelle

feiert am 19. Dezember ihren 90. Geburtstag. planung & analyse möchte an dieser Stelle der Jubilarin die besten Wünsche übermitteln.
 
Die Markt- und Meinungsforschung hat der promovierten, mit dem Ehrendoktor geehrten, vielfach ausgezeichneten, emeritierten Professorin für Publizistik sehr, sehr viel zu verdanken. Sie brachte aus den USA, wo sie kurz vor dem Krieg als Austauschstudentin hinkam, die sowohl freiheitlichen als auch wissenschaftlichen Möglichkeiten der Meinungsforschung in unser Land und erkannten das enorme Potential auch für den Weg zur Demokratisierung.
 
Sie zeigte uns, dass eine nach wissenschaftlichen Kriterien ausgewählte kleine Population, die in ihrer besonderen Zusammensetzung der gesamten Population entspricht, befragt werden kann und deren Meinung nahezu deckungsgleich mit der der gesamten Population ist, wir können von der Stichprobe auf die Grundgesamtheit schließen, wir können Schwankungsbreiten errechnen. Die Stichprobe, die methodisch abgesicherte Stichprobenauswahl und -ziehung, die Repräsentativität, die Zufälligkeit und die Hochrechnung haben Elisabeth Noelle fasziniert und sie hat es wissenschaftlich erforscht, erprobt, angewandt.
 
Das von ihr mit gegründete Institut für Demoskopie in Allensbach versteht sich bis heute als wissenschaftliche Einrichtung, elementare Grundlagen unserer Profession wurden dort entwickelt. Jeder, der in der Markt- und Meinungsforschung tätig ist, sollte ihre "Schweigespirale" und insbesondere auch ihr "Alle. Nicht jeder." Lesen.
 
Ein Leben lang ist für Elisabeth Noelle das, was offensichtlich Einfluss auf Meinungen nimmt, von großem Forschungsinteresse, das nicht Fassbare, auch das Intuitive, das Unerklärliche, sogar das Übersinnliche ist für sie eine Herausforderung im wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt. Dafür mit Überzeugung einzutreten, verdient Respekt. Ihre Ansichten und Meinungen sorgten in der Marktforschungsbranche gelegentlich für Polarisierung. Quote oder Sample, darüber wurde heftig diskutiert.
 
Im letzten Jahr erhielt Elisabeth Noelle den Preis der Deutschen Marktforschung und sie bemerkte in der Dankesrede leise, dass sie immer der Meinung war, dass man sehr alt werden müsse, um einen solchen Preis zu bekommen. Das ist wohl wahr, wir alle hätten sie weit früher ehren sollen, müssen. Aber vermutlich ist es so, dass Elisabeth Noelle eine so selbstverständliche Institution für unsere Branche sind, dass man das Ehren fast vergisst. Ihr besonderer Geburtstag ist nun eine willkommene Gelegenheit, dieses Ehren zu verstärken.
 
Quelle: planung & analyse

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