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Qualität und Leistungen in der Pharmabranche gesunken

In den Augen der deutschen Allgemeinmediziner und Internisten sowohl die Performance als auch die Qualität und Wertigkeit der von großen Pharmafirmen angebotenen Leistungen in den letzten zwei Jahren zurückgegangen ist.
 
Im Durchschnitt sehen die 600 befragten Ärzte bei insgesamt 31 evaluierten Pharmafirmen eine Verschlechterung vor allem in den folgenden Bereichen: Außendienst, bedeutende Neuentwicklungen, Fortbildungen sowie Beratung und Betreuung der Ärzte insgesamt. Aber auch die Qualität der Präparate hat ihrer Meinung nach nachgelassen. Nur in den Bereichen Forschung und Werbung konnte sich die Branche gegenüber 2006 leicht steigern.
 
Obwohl jedoch die erbrachte Leistung der Pharmafirmen nach Meinung der befragten Ärzte eingebrochen ist, hat dies der Loyalität der Ärzte gegenüber den Pharmafirmen (noch) keinen Abbruch getan - sie ist gleich geblieben. Das ergibt ein Vergleich des Loyalitätsindex heute und vor zwei Jahren, der sich aus Gesamtbeurteilung, Weiterempfehlungsabsicht und Produktpräferenz errechnen lässt. Dafür wurden den Ärzten für neun ausgewählte Firmen (der Großteil aus den Top10 der umsatzstärksten Pharmaunternehmen weltweit) zusätzlich weitere Fragen nach Loyalität, Image und Performance gestellt.
 
Da Loyalität länger nachwirkt, ist diese trotz schelchter Bewertungen bisher nicht beeinträchtigt. Ist die Loyalität allerdings erst einmal verloren, und das implizieren die Ergebnisse der Studie für die kommenden Jahre sehr deutlich, kostet der erneute Aufbau loyaler Kunden ein Vielfaches von dem, was es gekostet hätte, die vorhandenen zu halten.
 
Weiter zeigen die Ergebnisse der Studie, dass der Nutzen-Index (dieser beschreibt den angegebenen Nutzen aus Präparaten, Serviceleistungen, Fortbildungen, Außendienst und dem Kosten-Nutzenverhältnis insgesamt) in den letzten zwei Jahren insgesamt betrachtet um vier Punkte von 33 auf 29 gesunken ist. In den meisten Fällen ist das auf eine stark gesunkene Bewertung der Außendienst- und Serviceleistung zurückzuführen. Zum einen sind die Ärzte in Deutschland insgesamt kritischer gegenüber der Pharmabranche geworden und überlegen sich mittlerweile sehr viel genauer, welche Leistungen oder Services sinnvoll sind. Zum anderen hat der Wert der Leistungen an sich in den Augen der Ärzte abgenommen. Im Vergleich zu 2006 waren es so zum Beispiel 9,8 Prozent weniger Ärzte, die den Nutzen des Außendienstes mit ausgezeichnet oder sehr gut bewerteten. Beim Nutzen aus Serviceleistungen waren es 6,6 Prozent weniger Ärzte.
 
Das sind die Ergebnisse einer Studie von TNS Healthcare, für die im September, Oktober und November 2008 600 Allgemeinmediziner, praktische Ärzte und Internisten zu ihrer Sicht bezüglich des Images von Pharmafirmen befragt wurden. Die Studie wird seit fast 20 Jahren alle 2 Jahre wiederholt, ergänzt und ausgebaut und zeigt die kontinuierliche Entwicklung verschiedener Firmen auf.
Quelle: TNS Healthcare; www.tns-healthcare.de

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