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Radio kann sich behaupten

#BR#Die Radionutzung in Deutschland ist leicht angestiegen und bleibt damit auf hohem Niveau stabil. Vor allem die Reichweite und Verweildauer der in Ausbildung befindlichen Personen steigt auffallend überproportional an. Die kontinuierlich wachsende Verweildauer speziell der jungen Zielgruppen lässt keinen Zweifel an der erfolgreichen Entwicklung des Mediums Radio im digitalen Zeitalter.
 
58 Millionen schalten in Deutschland Tag für Tag das Radio ein (78,9 % Tagesreichweite; +0,4 %). Der Tagesbegleiter Radio hat vor allem bei den Berufstätigen und den 30-59jährigen einen Stammplatz (jeweils 82,4 % Tagesreichweite). Deutlich zugelegt an Reichweite haben die sich in Ausbildung befindlichen Personen mit einem Plus von 1,5 Prozent (68,5 %). Auch die Tagesreichweite der Unter-30jährigen wächst von 70,1 auf 70,5 Prozent.
 
Durch die neuen Wege und Möglichkeiten ergeben sich gerade für die Jugendlichen neue Nutzungsgelegenheiten: Schon auf dem Schulweg bzw. in den Pausen kann via MP3-Player (wie zum Beispiel über die neue Generation des „iPod nano“) und Handys mit integriertem UKW-Radio oder webfähigen Smartphones Radio gehört werden. Und auch bei den Schulaufgaben, den Studienarbeiten am Rechner und am Ausbildungsplatz ist Radio durch die Parallelnutzung zunehmend dabei – die Ohren sind schließlich frei. Nicht zuletzt durch die wachsende Zahl der auf spezielle Musikformate ausgerichteten Webradio-Angebote kommt anstatt CD und MP3-Files häufiger Radio aufs Ohr.
 
Die Radionutzung via Internet ist im Vergleich zu einer ersten Bestandsaufnahme in 2007 bis heute um 130 Prozent gestiegen (lt. TNS Emnid Studie in Kooperation mit der Radiozentrale). Bereits knapp 20 Prozent hören Radio online. Bei den 14-29jährigen sind es sogar 43 Prozent. Der Blick auf die Entwicklung seit 2007 zeigt bei den Jungen eine Steigerung um 153 Prozent. Auch die mobile Radionutzung über Smartphones und Handys hat deutlich an Stellenwert gewonnen: Bereits 28 Prozent der 14-29jährigen hören über ihr mobiles Telefon Radio. Der „klassische“ Weg der mobilen Radionutzung über das Autoradio wird dabei nicht kannibalisiert. So steigt auch die Nutzung via Autoradio im Vergleich zu 2007 um zehn Prozent in der Gesamtbevölkerung an.
 
Dass die digitale Radionutzung via Internet und Mobile ergänzend, also on top zur klassischen Radionutzung und nicht ersetzend erfolgt, zeigt neben den ma-Wachstumszahlen und der Emnid-Studie auch der „Medien Radar“ von Sevenonemedia aus dem Juni 2010: Drei Viertel derjenigen, die mobil Radio hören, nutzen dies hiernach ergänzend zur klassischen Radionutzung. Radio ist auch in dieser Studie bei der mobilen Mediennutzung das meistgenutzte klassische Medium.
 
Die dargestellten Werte beziehen sich auf die ma 2010 Radio II, Radio gesamt / Deutschsprachige Bevölkerung ab 10 Jahren (inklusive werbefreie Programme), Mo-Fr 5-24 Uhr. Die Radiodaten der ma 2010 Radio II wurden in zwei Befragungswellen auf Basis von repräsentativ angelegten Telefon-Interviews ermittelt. Träger der ma ist die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse – ein Zusammenschluss von rund 260 der bedeutendsten Unternehmen der Werbe- und Medienwirtschaft mit dem Ziel der Erforschung der Massenkommunikation.
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