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Rat kann Arbeit wieder aufnehmen

Die ungewollte Pause für den Rat der Deutschen Markt- und Sozialforschung wird Anfang kommenden Jahres vorbei sein. Nach einer Satzungsänderung, die voraussichtlich in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Dezember verabschiedet wird, kann das Gremium seine Aufgaben wieder aufnehmen.

Hartmut Scheffler ist Vorsitzender des Rates 

 Hartmut Scheffler ist Vorsitzender des Rates

Derzeit liegen sechs Beschwerden vor, die dann Anfang des Jahres mit einer größeren Rechtssicherheit für den Rat und seine Mitglieder, abgearbeitet werden können, bestätigt Erich Wiegand, der die Geschäftsstelle leitet.

Seit Anfang des Jahres war das Gremium, das über die Einhaltung der Berufsgrundsätze und Standesregeln sowie der Qualitätsstandards der deutschen Markt- und Sozialforschung wachen soll, nicht mehr tätig gewesen. Die letzte Rüge wurde im Oktober 2014 ausgesprochen. Der Grund: Es bestand Rechtsunsicherheit und widersprüchliche Meinungen zur Risikohaftung der Ausschussmitglieder. Einzelne Institute, über die Beschwerden eingegangen waren, hatten mit Schadensersatzforderungen gedroht.

Unklar war die Situation vor allem, wenn Institute zu begutachten waren, die kein Mitglied in einem der vier Trägervereine des Rates sind. Das sind der Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute (ADM), die Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute (ASI), die Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung (DGOF), und der Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher (BVM). Der Rat wollte die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der zwei Beschwerdekammern vor rechtlichen Konsequenzen schützen und unterbrach die Arbeit auf Zeit.

In einem Gutachten hat der Rat jetzt klären lassen, ob und wie er auch bei Nicht-Mitgliedern tätig werden kann. Auf der Grundlage der Meinungsfreiheit sei es durchaus möglich, weiterhin die Einhaltung der Standesregeln zu begutachten und eventuell Rügen auszusprechen, heißt es. Das Gutachten verweist auf ähnliche Institutionen wie den deutschen Presserat oder die Stiftung Warentest.

Der Vorsitzender des Rates, Hartmut Scheffler, äußerte sich zufrieden mit der Klärung: „Mit dem Gutachten und mit den in der Mitgliederversammlung besprochenen Maßnahmen konnten wir erwartungsgemäß und erfreulicherweise die rechtliche Grundlage der bisherigen Arbeit als bestätigt sehen.“ Der Rat sei schon in der Vergangenheit – dies zeigten die Beschwerden und die Reaktionen auf Veröffentlichungen des Rates – sehr ernst genommen worden. Durch die besprochenen Maßnahmen werde diese Funktion und damit der Rat insgesamt als wichtiges Organ der Deutschen Markt- und Meinungsforschungs-Branche noch weiter gestärkt. (p&a)

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