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Rechnung bei Babykost geht nicht auf

Nach den Vorstößen der Discounter bei Babykost dürfte das Fazit für 2005 geteilt ausfallen: Zwar konnten die Discounter ihre Umsätze deutlich ausbauen. Die Lidl-Rechnung, mit dem erweiterten Sortiment verstärkt junge Familien in die Märkte zu locken, scheint indes nicht aufgegangen zu sein. Trotz sinkender Geburtenrate und einem gegenüber anderen Warengruppen vergleichsweise geringen Marktvolumen von 583 Mio. Euro hat der Handel das Segment der Babynahrung zuletzt verstärkt in den Fokus gerückt. So erweiterte Lidl im Frühjahr 2005 sein Sortiment im Rahmen einer breit angelegten Markenoffensive um Produkte der Marke Nestlé-Alete. Wenige Monate später stieg auch Wettbewerber Aldi in das Geschäft mit Babykost ein: Mitte 2005 führte der Discountprimus Kleinkindnahrung in Bio-Qualität unter der Eigenmarke "Sunshine-Baby" ein.
 
Der Vorstoß der Discounter im Babynahrungssegment gilt in Branchenkreisen als strategischer Schritt. Das erweiterte Sortiment soll die Einkaufsstätte insbesondere für junge Familien attraktiver machen, die einen hohen Durchschnittsbon produzieren. Nach Angaben von Hipp hat der Discounter dieses Ziel bislang nicht erreicht. Dem Lidl-Lieferanten Nestlé scheint das Engagement im Discount bislang keinen Zuwachs bei den Marktanteilen beschert zu haben. Dabei stiegen die Alete-Umsätze bereits kurz nach der Einführung bei Lidl schnell an und brachten dem Hersteller insgesamt gesehen zunächst Zugewinne bei den Marktanteilen. Nach einem Höhepunkt in den Monaten Juli und August ging der Umsatz im September 2005 wieder zurück. Bis Jahresende haben sich die von Lidl erreichten Marktanteile bei 2,7 Prozent eingependelt. Nestlé hatte als Reaktion auf das Lidl-Engagement "Sortimentsbeschränkungen" bei einzelnen Handelspartnern hinnehmen müssen. Für 2006 stellt das Unternehmen Marktanteilssteigerungen in Aussicht: Ein nationaler Relaunch der Marke Alete soll die Umsätze ankurbeln.
 
Insgesamt gab es 2005 keine großen Bewegungen bei den Umsätzen im Babynahrungsmarkt. Das Umsatzvolumen stagnierte bei rund 583 Mio. Euro. Lediglich die Teilsegmente Milchnahrung und Kinderprodukte (Riegel, Müslis etc.) legten im Vergleich zum Vorjahr wertmäßig leicht zu. Dagegen sanken die Umsätze bei Glaskost, Kindernährmitteln und Kindertee. Hinsichtlich der Rolle der Vertriebsschienen für das Segment Babynahrung hat sich der Trend weiter verstärkt: Die Verbrauchermärkte und der restliche LEH verlieren an Umsatz, Gewinner sind die Drogeriemärkte sowie die Discounter ohne Aldi. Der Lieferant der Aldi-Babykost De-Vau-Ge hält sich hinsichtlich der Eigenmarken-Range "Sunshine-Baby" sehr bedeckt. In Branchenkreisen ist jedoch zu hören, dass der Verkauf der Produkte nur langsam anlaufe.
Quelle: Lebensmittel Zeitung; www.lz-net.de

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