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Reformen ja - aber nicht mit mir!

Bei den brennenden Fragen zur Arbeitslosigkeit, Rentensicherung und zum Gesundheitswesen lässt der Reformwille der Bundesbürger deutlich nach. Die Deutschen können oder wollen für Reformen nicht noch tiefer in den Geldbeutel greifen. Fast jeder Zweite hält es zwar für nötig, dass Maßnahmen zur besseren Betreuung von Arbeitslosen ergriffen werden. Aber: Zwischen dem Wunsch und der tatsächlichen Bereitschaft, für solche Maßnahmen auch persönliche Einbußen hinzu­nehmen, klaffen Welten. Lediglich 58 Prozent derjenigen, die für Arbeitsmarktreformen sind, sind auch bereit, diese mitzutragen. Nur 13 Prozent der Arbeitnehmer sind bereit, für einen spannenden neuen Arbeitsplatz auch umzuziehen. Auch die berufliche Weiterbildung ist den Deutschen erstaunlich unwichtig - lediglich 15 Prozent wollen sich fortbilden. Bei der Alterssicherung sieht es nicht anders aus: 42 Prozent der Bevölkerung sehen es zwar als notwendig an, Eigenleistungen zu erbringen, davon sind 62 Prozent auch bereit, zu investieren. Ein knappes Drittel der Deutschen weiß, dass mehr Eigenleistungen im Gesundheitswesen erforderlich sind: Davon ist nicht einmal die Hälfte bereit diese zu tragen.
 
78 Prozent im Westen und 74 Prozent im Osten sind der Meinung, man müsse die Dinge schon selbst in die Hand nehmen, damit sich etwas ändert. Der Blick in die Zukunft fällt in West und Ost gleichermaßen trüb aus. Der Anteil derjenigen, die ihre Situation heute als schlechter empfinden als vor zwei Jahren, nimmt kontinuierlich ebenso zu wie der Anteil derjenigen, die nicht davon ausgehen, dass es ihnen in zwei Jahren besser gehen wird. Allerdings empfindet auch jeder zweite Westdeutsche sein Leben in der heutigen Zeit als spannend, im Osten ist es immerhin noch jeder Dritte. Um sich für die Zukunft abzusichern, investiert der Deutsche einen nicht unerheblichen Teil seines Einkommens in Versicherungen. Knapp ein Viertel der Haushalte hat mehr als zehn Versicherungen, ein weiteres Viertel besitzt sieben bis neun, ebenfalls ein Viertel vier bis sechs und 14 Prozent bis zu drei Versicherungen. Insbesondere die Berufsunfähigkeitsversicherung erfreut sich steigender Beliebtheit, aber auch die private Rentenversicherung sowie die private Krankenzusatzversicherung.
 
In vielen Branchen wird immer mehr auf den Preis geachtet. Hohe Qualität zu einem angemessenen Preis spielt vor allem in der Modebranche eine große Rolle für den Verbraucher. Drei Viertel der Befragten sind diese Kriterien wesentlich wichtiger als eine bekannte, unter Umständen teurere, Marke. Die Mode ist ein Bereich, in dem der Verbraucher einschätzen kann, ob die angebotene Qualität auch dem Preis entspricht. Anders sieht es da bei erklärungsbedürftigen Produkten aus. So sind die Marken beispielsweise bei Handys und Netzanbietern für den Konsumenten wesentlich wichtiger als bei der Mode.
Quelle: Focus; www.focus.de

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