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Research Plus in Frankfurt

Der Regionalabend der DGOF gibt Input zum Internet der Dienste, zur Rezeption von Emotionen auf mobilen Geräten und zu verschrobenen Konsumenten-Gewohnheiten.

Prof. Wolfgang Henseler  (Foto: Thomas Fedra) 

 Prof. Wolfgang Henseler (Foto: Thomas Fedra)

„Alles wird 4.0“, berichtet Wolfgang Henseler beim Frankfurter Research Plus, dem Regionalabend der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung (DGOF). Der Professor für Visuelle Kommunikation und Director der Sensory Minds GmbH glaubt das viele, die über 4.0 schreiben, nicht so genau wissen, was damit gemeint ist. Nicht mehr Produkte oder Services stehen in diesem digitalen Entwicklungsschritt im Fokus, sondern Produkte werden zum Service. Erklärt wird dies am Dash-Button von Amazon, einem Unternehmen mit dem Henseler seit 10 Jahren „im Gespräch ist“, wie er bescheiden sagt.
 
Zunächst erfand der Online-Händler ein Gerät in das man sprechen kann oder Codes einscannen kann um Nachschub für Waschpulver oder Kaffeekapseln zu bestellen. Da dies verlegt oder verloren gehen kann, wurden dann Buttons erfunden, die direkt an der Waschmaschine oder dem Kaffeeautomat kleben. Per Knopfdruck bestellt der Konsument eine neue Ration der präferierten Marke. Die tatsächliche Evolution vom Produkt zum Service stellt jedoch eine Kaffeemaschine dar, die selbständig neue Kapseln bestellt, die die Konsumgewohnheiten kennt und auch weiß, wann Besuch kommt und entsprechend großzügiger bestellt.
 
Lena Masch, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Politikwissenschaften der Universität Trier hat sich mit Emotionen von Politikern beschäftigt. Werden diese von Konsumenten überhaupt erkannt und richtig eingeschätzt. Ein Nebenaspekt ihrer Arbeit war die Frage, ob diese Emotionen unterschiedlich aufgenommen werden, je nachdem welches Device - PC, Tablet oder Smartphone – benutzt wird. Ihre klare Aussage: Es war kein signifikanter Unterschied zu entdecken. Ein Ergebnis, dass sicherlich für Online-Marktforschung interessante Übertragungen zuläßt.
 
Marcus Schatilow von IFAK hat sich mit Gewohnheiten beschäftigt und der Möglichkeit diese zu verändern. Mit der Trovinta App, die gemeinsam mit respondi entwickelt wurde, werden Verbraucher mittels GPS und mobiler Tagebücher in ihrem Surfverhalten beobachtet. „Für 20 € im Monat lassen uns die Leute in ihr Leben schauen“, sagt Schatilow selbst ein wenig erstaunt. Denn nach kurzer Zeit ist die Einwilligung in die „Beschattung“ vergessen und die Teilnehmer gehen ihren üblichen Gewohnheiten nach, bei manchen gehört auch das Surfen auf Pornoseiten dazu. Das muss der beobachtende Marktforscher aushalten. (hed)
 
Die nächste Research Plus findet am 16. Oktober in Köln statt.

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