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Rindfleisch oder nicht Rindfleisch - das ist hier die Frage

Verunsicherung, Ekel und Schuldgefühle durch die Perversion der Ernährungskultur bestimmen das Verhalten der Verbraucher - doch sie zeigen keine Bereitschaft zu Reformen. Auch wenn die Verbraucher gesundheitliche Bedenken für ihren Verzicht auf Rindfleisch anführen: Das Gefühl einer persönlichen Bedrohung durch die Übertragungsmöglichkeit von BSE ist bei ihnen nur sehr schwach entwickelt.
 
Die werbliche Idealisierung von Landwirtschaft und "Essen aus deutschen Landen" ist empfindlich gestört: Die "ekelhaften und perversen" Grundlagen unserer Ernährungskultur werden sichtbar. Doch diese Erkenntnis führt bei den Verbrauchern nicht zu grundlegenden Forderungen nach einer Reform des "perversen Systems": Sie fühlen sich mitschuldig, weil sie sich bei ihrer Ernährung selbst fahrlässig, acht- und kritiklos verhalten und die skandalösen Zustände bislang billigend für die Wahrung von Wohlstand und Bequemlichkeit in Kauf genommen haben.
 
Acht grundsätzliche Faktoren bestimmen das gegenwärtige Verhalten der Verbraucher in der BSE-Krise:
1. Die Verbraucher sind verunsichert, aber nicht in Panik.
2. Der BSE-Skandal macht die fiesen und perversen Seiten unserer Ernährungskultur sichtbar.
3. Die Forderung einer radikalen Reform des Systems bleibt aus. Der Verbraucherunmut erschöpft sich in halbherzigen, privaten Kriseninterventionen.
4. Die Verbraucher fühlen sich mitschuldig am BSE-Skandal. 5. Der Überfluss fördert eine achtlose Beliebigkeit im Umgang mit Nahrungsmitteln.
6. Der mündige Verbraucher hat sich in Sachen Ernährung selber entmündigt.
7. Die BSE-Erkrankung spiegelt und bestraft die eigene Unmündigkeit und Hilflosigkeit.
8. Die Verbraucher entwickeln eine Sucht nach periodisch wiederkehrenden (Lebensmittel-)Skandalen.

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