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Schicksalsbehandlung im Krankenhaus

Im Krankenhaus kommt es zur Schicksalsbehandlung (© by-sassi / pixelio.de) 

 Im Krankenhaus kommt es zur Schicksalsbehandlung (© by-sassi / pixelio.de)

Der aktuelle Zeitgeist sieht vor, jederzeit Herr der Lage zu sein. Das Krankenhaus konfrontiert jedoch alle Beteiligten mit einer existentiellen Schicksals-Dramatik. Wie diese für aussieht, untersucht eine qualitative Studie.

Patienten, Pflegekräfte und Ärzte und versuchen aus ganz unterschiedlichen Blickrichtungen und mit eigenen Strategien mit der Schicksals-Dramatik im Krankenhaus fertig zu werden:

Die Patienten erleben das Krankenhaus als Schicksalsmühle. Sie werden durch diese Mühle durchgedreht, müssen alles Persönliche abgeben. Aber am Ende dieser Mühle sind sie vielleicht frischer, gesünder, vitaler und sehen ihr Leben mit einem anderen Blick.

Für die Pflegekräfte ist das Krankenhaus ein Ort der Schicksalsintensivierung. Gerade weil sie sich so mütterlich um die Patienten kümmern, nehmen sie das Leid in sich auf. Sie begleiten, trösten, bestärken und haben Verständnis.

Die Ärzte wiederum sind angetreten mit der Fiktion, das Schicksal bekämpfen zu können. Sie erleben sich als Streiter gegen das Verkehrte, gegen die Krankheit. Sie finden ihre Triumphe, wenn es ihnen gelingt, kleine Heilungswunder zu vollbringen. Aber für sie ist es auch immer wieder furchtbar deprimierend, wenn sie merken, dass am Ende dann doch das Schicksal siegt.

Ärzte, Pflegekräfte und Patienten sind viel stärker miteinander verwoben, als jede einzelne Gruppe sich das klar macht. Das Krankenhaus der Zukunft braucht ein tieferes gegenseitiges Verständnis, der Sehnsüchten, der Nöte und der heilenden Prinzipien von Patienten, Pflegekräften und Ärzten.

Im Rahmen der umfassenden Studie wurden vom rheingold institut 120 jeweils zweistündige Tiefeninterviews (je 40 mit Ärzten, Pflegekräften und Patienten) durchgeführt. Dabei wurden die seelischen Prozesse und Überlebensstrategien von Patienten, Ärzten und Pflegekräften im Klinikalltag durchleuchtet und nachvollziehbar gemacht. Aus den psychologischen Erkenntnissen wurden Verbesserungspotentiale für das Krankenhaus der Zukunft abgeleitet. Die Interviews fanden im Zeitraum von Herbst 2012 bis Juni 2013 in mehreren Kliniken in ganz Deutschland statt. Auftraggeber war die Stiftung „HUMOR HILFT HEILEN“.
Nähere Informationen zum rheingold institut finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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