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Schlecker-Ausverkauf: Bremsklotz für den Drogeriewaren-Markt

Wohin wandern die Schlecker-Käufer? 

 Wohin wandern die Schlecker-Käufer?

Der Ausverkauf bei Schlecker hat im Juni 2012 ein Viertel mehr Kunden als im Vormonat in die Schleckerläden gebracht; alle Käufer sind mit einem Bon von durchschnittlich 15 Euro durch die Kasse gegangen. Dabei haben die Schnäppchenjäger sich mit Mengen eingedeckt, die sie unmöglich in kurzer Zeit verbrauchen können. Das wird zwangsläufig zu einer geringeren Mengennachfrage in den kommenden Monaten führen.
 
Dabei werden aber nicht alle Sortimentsteile und Kategorien in gleicher Weise beeinflusst. Wie erste Bevorratungs-Analysen zeigen, sind die Sortimentsbereiche Körperpflege/Kosmetik sowie Wasch-, Putz-, Reinigungsmittel stärker betroffen als zum Beispiel Papierwaren oder Tiernahrung.
 
Interessant ist auch die Frage, wo die Ausverkaufs- Käufer von Schlecker im Juni 2012 herkommen. Immerhin haben die Kunden in diesem Monat beträchtliche Zusatzausgaben bei Schlecker getätigt; Geld, das in den Kassen der anderen Einkaufsstätten fehlt. Hier zeigt sich, dass vor allem die Stammkäufer der Discounter im letzten Ausverkaufsmonat stärker bei Schlecker eingekauft haben als üblicherweise und dabei natürlich auch Umsätze verschoben wurden. Auch Kunden, die sonst ihren Drogeriewarenbedarf bei real,- decken, haben sich besonders stark am Ausverkauf beteiligt, die Stammklientel anderer Drogeriemärkte jedoch nur unterproportional.
 
Nun werden aber selbst jene Händler, die kurzfristig Umsätze an Schlecker verloren haben, dies verschmerzen, denn Schlecker nimmt ihnen ab sofort keinen Euro mehr weg. Vielmehr geht es jetzt darum, sich ein möglichst großes Stück vom Schlecker-Kuchen zu sichern. Nach einer Gain&Loss-Analyse der GfK werden jeweils rund 30 Prozent der bisherigen Schlecker- Umsätze zu den Vollsortimentern und zu den Discountern abwandern. Die anderen Drogeriemärkte können mit etwa einem Drittel der Schlecker-Umsätze rechnen. Acht Prozent kann sich der Fachhandel sichern. Der Gewinnanteil der Discounter ist dabei gegenüber früheren Berechnungen deutlich gestiegen. Das liegt daran, dass sich jetzt auch die treuesten Schlecker-Kunden anderweitig orientieren müssen. Diese preisbewusste Klientel zieht es aber überproportional zu den Discountern.
 
Die Bevorratung aus dem Schlecker-Ausverkauf wird sich in den nächsten Monaten als Bremsklotz für den Markt der Drogeriewaren erweisen. Die einzel­nen Key Accounts werden davon aber nicht allzu viel merken, im Gegenteil: Sie bekommen Kunden hinzu, und damit steigen ihre Umsätze mit Drogeriewaren, selbst wenn sich die neuen Kunden vorerst noch etwas zurückhalten.

Soweit ein Auszug aus dem GfK Consumer Index 6/2012.
Nähere Informationen zur GfK-Gruppe finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: Gfk

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