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Schnäppchenjäger kleiden sich sportlich

Die Umsätze der Textilbranche gehen weiterhin zurück. Einzig die Billiganbieter profitierten von der allgemeinen Sparstimmung. Der Gesamtumsatz für Textilwaren, d.h. Kleidung, Wäsche, Strumpfwaren, Schuhe, Lederwaren sowie Haus- und Heimtextilien betrug 18,7 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2003, im Vergleiszeitraum des Vorjahres waren es noch 19,7 Milliarden Euro. Während sich die Umsätze verringerten, änderte sich an der insgesamt verkauften Menge kaum etwas. In Zeiten wirtschaftlicher Stagnation wurden also nicht die Kleiderkäufe reduziert, sondern in erster Linie billiger eingekauft. Dies geschah über Preis- und Rabattaktionen und den vermehrten Gang zum Discounter. Die stärksten Umsatzeinbußen erlebte der Bereich Kinderkleidung. Für ihn gaben die Deutschen bis Ende Juni 2003 nur noch 890 Millionen Euro aus.
 
Sportliche Kleidung steht sowohl bei Frauen als auch bei Männern hoch im Kurs. Diese Vorliebe für den Casual Look zeigt sich unter anderem in der Nachfrage nach kurzärmeligen Damenoberteilen wie T-Shirts und Tops. Durchweg alle Deutschen - Männer, Frauen und Kinder - begeistern sich für die so genannten Cargo-Hosen und sorgten mit der Nachfrage nach ihnen in den ersten Monaten dieses Jahres für ein leichtes Umsatzplus. Auch Jeans waren sehr beliebt, mehr Frauen leisteten sich das legere Kleidungsstück und brachten dem Textileinzelhandel steigende Umsätze. Erneut standen auch Sneakers hoch im Kurs. Von ihnen waren Frauen und Männer gleichermaßen angetan. Während der Absatz von Damenschuhen insgesamt stagnierte, fragten Frauen die trendigen Turnschuhe verstärkt nach. Männer kauften im letzten Halbjahr häufiger in Sportgeschäften ein.
 
Im Handel mit Kleidung und Schuhen waren die Discounter die Gewinner des ersten Halbjahres 2003. Es gelang ihnen, mehr Kunden als zuvor mit attraktiveren Angeboten anzuziehen. Das galt auch für sportliche Artikel. Frauen griffen insbesondere zu Hosen und Sportbekleidung. Männer suchten die Billiganbieter in erster Linie auf, um Schuhe zu kaufen. Auch bei Babymode wurde gespart. Zwar erwarben sie für ihre Kleinen die gleichen Mengen wie im ersten Halbjahr 2002. Allerdings entschieden sie sich vor allem für Artikel, die preiswertere Anbieter führen.
Quelle: GfK Textilmarktforschung; thilo.lohmueller@gfk.de

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