ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Editor's Pick


Schwarzarbeit - ein Kavaliersdelikt?

Im Jahr 2003 werden in Deutschland schätzungsweise 17,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf die Schattenwirtschaft entfallen. Ein Gesetzeswerk, wonach Schwarzarbeit nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftatbestand gilt, ist bereits in Planung. So könnten fast 60 Prozent der Bevölkerung bald potenzielle Straftäter sein, denn mehr als die Hälfte ist bereit, Aufträge in Schwarzarbeit zu vergeben. Besonders beliebt sind Autoreparaturen, Installationsarbeiten oder Maler- und Lackierarbeiten, gefolgt von Hausbau, Garten- oder Hausarbeit. Auch die Kinderbetreuung würde jeder fünfte Deutsche ohne Meldung vergeben. Nur 14 Prozent der Bevölkerung, ein Großteil davon aus der Gruppe der über 50-Jährigen, sind strikt gegen die Vergabe von Schwarzarbeit.
 
Beinahe 70 Prozent der Befragten kennen jemanden, der bereits Schwarzarbeit geleistet hat. 44 Prozent bekamen von Handwerksbetrieben angeboten, Schwarzarbeit zu leisten, wenn der offizielle Preis als zu hoch abgelehnt wurde. Die Gründe für den permanenten Anstieg der Anzahl illegal Beschäftigter sind vor allem überteuerte Dienstleistungen, hohe Steuern und steigende Arbeitslosigkeit. Die Schwelle zur Ausübung von Schwarzarbeit liegt für knapp zwei Drittel der Deutschen genau da, wo es an die Existenz geht, das Arbeitslosengeld nicht zum Leben reicht. Auch dringende Anschaffungen können ein Grund sein. 23 Prozent würden gar ohne wirtschaftliche Not schwarz arbeiten, wenn es sich um ein wirklich lukratives Geschäft handelt.
Quelle: Dialego AG; theo.waber@dialego.de

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email