ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Editor's Pick


Schweinegrippe-Impfbereitschaft stark durch Medien beeinflusst

Als Informationsquelle zum Thema Schweinegrippe werden an erster Stelle Tageszeitungen herangezogen, danach TV, Radio, Zeitschriften, Freunde/ Familie und der Hausarzt. Und die Berichte haben einen starken Einfluss auf die Impfbereitschaft.
 
Im Oktober/ November 2009 wollten sich 16 % der Deutschen gegen Schweinegrippe impfen lassen, wobei der Anteil unter Älteren und chronisch Kranken höher liegt. Die Berichterstattung in Tageszeitungen zur Schweinegrippe, speziell über einzelne Todesfälle, beeinflusst die Impfbereitschaft deutlich.
 
Für den vierwöchigen Zeitraum vom 10.10.-12.11.2009 wurden Tageszeitungen nach Meldungen über Todesfälle unter die Lupe genommen und mit der Impfbereitschaft korreliert. In zwei Zeitabschnitten wurde die Impfbereitschaft um jeweils 6 % in die Höhe getrieben: Als über die ersten drei Todesfälle in Deutschland berichtet wurde und in der Zeit vom 6.-10.11. Hier wurde über mehrere Todesfälle berichtet, unter anderem über eine Schülerin, eine Schwangere und über 4 Menschen, die in Lebensgefahr schwebten. Zusätzlich wurde über den rasanten Verlauf der Grippewelle in der Ukraine berichtet.
 
Die Berichterstattung wirkte sich auch auf den Informationsbedarf aus. Je mehr Grippeopfer in den Medien auftauchten, umso höher war der Informationsbedarf der Befragten: Insgesamt hatten 44 % der Befragten Informationsbedarf zur Schweinegrippe, in der vermeintlich opferreichen Zeit vom 6.- 10.11. stieg der Anteil um 10 % an.
 
Das Informationsverhalten und die Einstellungen der Befragten unterschied sich dabei in den betrachteten Gruppen deutlich: Unwissenheit macht offenbar Angst! Befragte mit höherem Informationsbedarf fanden sowohl die Nebenwirkungen der Impfung, als auch die Aggressivität der Grippe gefährlicher.
 
Nur Impfwillige schätzten den Krankheitsverlauf, die Mutationsgefahr und die Nebenwirkungen der Impfung weitaus aggressiver ein. Sie schenken den Medienberichten insgesamt mehr Glauben und fanden dreimal so häufig, dass die Medien sachlich und neutral über das Thema berichteten. Sie informierten sich auch viel häufiger beim Hausarzt, auf offiziellen Seiten wie z. B. der WHO, des Bundesministeriums für Gesundheit oder in medizinischen Fachzeitschriften.
 
Impfgegner fühlten sich insgesamt zwar besser informiert als Impfwillige, zogen aber tatsächlich die einzelnen Informationsquellen weniger heran.
 
Das sind Ergebnisse einer Studie von Trend Research, für die 2.050 Personen zum Thema Schweinegrippe befragt wurden.
Quelle: Trend Research; www.trend-research.de

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email