ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Editor's Pick


Selbstständigkeit - Ausweg aus der Arbeitslosigkeit?

Zum ersten Mal seit der deutschen Vereinigung werden mehr Unternehmen aus dem Handelsregister gelöscht als neue angemeldet. Die Insolvenzzahlen erreichen einen neuen Höhepunkt. Waren in den sechziger Jahren mehr als jeder fünfte Beschäftigte selbstständig, so sind es heute nur noch jeder zehnte. Im EU-Vergleich von durchschnittlich 14 Prozent sind diese 10 Prozent deutlich niedriger. Wenn man die Landwirtschaft als klassischen Sektor der Selbständigkeit außer Acht lässt, so ist sogar nur noch jeder elfte Bundesbürger selbstständig.
 
Die große Hoffnung des Internetbooms, dass sich mit den vielen neuen Start-ups auch Wege aus der Beschäftigungskrise ergeben, erfüllte sich nicht. Zwar sind drei Viertel der Deutschen dafür, dass es mehr Selbständige gibt, aber 89 Prozent wollen selbst dieses Risiko nicht eingehen. Es gäbe zu viele Pleiten, meinen 88 Prozent der Bevölkerung. So ist der Weg in die Selbständigkeit für viele auch eher eine unfreiwillige Entscheidung. Viele Existenzgründer gehen aus der Not heraus diesen Weg, um die drohende Arbeitslosigkeit zu umgehen.
 
Für die Generation der 18- bis 34-Jährigen ist Wagniskultur weitgehend ein Fremdwort, 90 Prozent wollen nicht das Risiko des Unternehmers eingehen und lieber die finanzielle Sicherheit und Regelmäßigkeit des Einkommens als Angestellter genießen. Eine Mehrheit der Bevölkerung ist der Ansicht, dass Selbständige in erster Linie reich werden wollen. Die Realität widerspricht jedoch dieser Vorstellung. Jeder zweite Jungunternehmer bis 34 Jahren hat den Glauben an das schnelle Geld schnell verloren.
Quelle: BAT Freizeit-Forschungsinstitut; Freizeitforschung@bat.de

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email