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Senioren fühlen sich so jung wie nie zuvor

Die "Generation Silber", also Menschen ab 60 Jahre, ist heute gesünder, aktiver und fühlt sich jünger denn je. Senioren werden zu einer immer wichtigeren Zielgruppe für die Wirtschaft. Drei Viertel der Befragten fühlen sich im Schnitt fast zehn Jahre jünger als sie tatsächlich sind. Mehr als die Hälfte schätzt zudem ihren Gesundheitszustand als gut ein, 12 Prozent sogar als sehr gut. Die Studie der GfK Panel Services zeigt, dass Senioren heute entsprechend aktiv und mobil sind.
 
In der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen haben 82 Prozent ein Auto. Fast die Hälfte nutzt es ein bis mehrmals pro Woche, 22 Prozent täglich.
 
Zu den häufigsten Aktivitäten dieser Generation gehören einkaufen, Ausflüge machen, Freunde oder Verwandte besuchen, zum Arzt gehen, sich mit Kindern beschäftigen und sich in Vereinen oder anderen Gruppen engagieren. Mehr als ein Viertel übt zudem ein Ehrenamt aus. Den engsten Kontakt pflegen die Senioren mit ihren Kindern, in größeren Städten auch mit ihrem Freundeskreis.
 
Grundsätzlich verfügt die Generation Silber über eine hohe Kaufkraft. Ein Drittel der befragten Senioren hat keine monatlichen Belastungen wie Miete oder Abzahlung eines Eigenheims. Zum Teil sind hohe Ersparnisse vorhanden. So haben 18 Prozent der Befragten mehr als 50.000 Euro auf der hohen Kante. Ein Viertel der jüngeren Senioren geht davon aus, dass sich die eigene finanzielle Situation innerhalb der nächsten fünf Jahre noch verbessern wird, beispielsweise durch eine Erbschaft, Schenkung oder Auszahlung einer Lebensversicherung.
 
Diese Aspekte machen die Generation Silber zu einer interessanten Zielgruppe für die Wirtschaft. So entfiel im Non-Food- Bereich - dazu gehören unter anderem Möbel, Elektrogeräte, Haushaltsund Papierwaren, Sportartikel oder Textilien - im Jahr 2007 ein Anteil von 27 Prozent der Ausgaben auf diese Gruppe.
 
Insgesamt leben in Deutschland rund 20 Millionen Menschen ab 60 Jahre. Ihr Anteil an der Bevölkerung wird in den kommenden Jahren absolut sowie anteilsmäßig weiter wachsen. Gehörten im Jahr 2007 noch 25 Prozent der Gesamtbevölkerung der Generation Silber an, so werden es in zehn Jahren 30 Prozent sein. Zugleich steigt die Lebenserwartung der heute 60-Jährigen stetig.
 
Die Lebenssituation der einzelnen Senioren ist individuell verschieden. Relevant für das Lebens- und Konsumverhalten sind der GfK-Studie zufolge die Aspekte soziale Aktivität, Gesundheit und Fitness sowie die Einkommensund Vermögenssituation. Ausgehend von diesen Kriterien ordnet die GfK Panel Services die befragten Senioren neun verschiedenen Lebenswelten zu, die wiederum maßgeblich für das Konsumverhalten sind.
 
Im untersuchten Non-Food-Bereich geben die aktiven wohlhabenden Familien am meisten aus. Senioren dieser Gruppe investieren im Jahr durchschnittlich 7.001 Euro in entsprechende Artikel, gefolgt von Senioren aus den wohlhabenden zurückgezogenen Familien und den aktiven Familien. Diese Gruppe ist mit 5,4 Prozent anteilsmäßig die kleinste. Schlusslicht sind die zurückgezogenen einfachen Singles. Knapp 2.300 Euro haben sie pro Jahr für Non-Food-Produkte übrig. Ähnlich wenig investieren die Senioren, die zur Gruppe der gealterten einfachen Singles gehören. Ihre Ausgaben liegen bei 2.307 Euro pro Jahr.
 
Die GfK Panel Services führte im März/April dieses Jahres in ihren Verbraucherpanels eine Untersuchung über die Lebenssituation der Senioren ab 60 Jahren durch. Befragt wurden 11.000 Personen, die repräsentativ für die rund 18 Millionen Senioren in Deutschland stehen.
 
Quelle: GfK; www.gfk.com

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