ANZEIGE
Folgen Sie uns:
planung & analyse GmbH auf facebook.de planung & analyse auf twitter.de planung & analyse GmbH auf google+ planung & analyse GmbH auf xing

Editor's Pick


Senioren zeigen großes Interesse an neuen Angeboten der Versicherungsbranche

Die deutsche Bevölkerung wird immer älter: Schon in zwanzig Jahren ist mehr als die Hälfte der Deutschen über 50 Jahre alt. Auch die Versicherungswirtschaft ist sich dieser Entwicklung bewusst und konzentriert sich verstärkt auf die finanzstarke Zielgruppe der Senioren mit ihren spezifischen Bedürfnissen und Ansprüchen. Namhafte Vertreter bieten inzwischen spezielle Versicherungspolicen für Senioren an, wie die Pflegeversicherung, die Pflegezusatzversicherung für Schwerstfälle oder die Unfallversicherung für Senioren. Auch Beratungs- und Betreuungsleistungen wie beispielsweise die Begleitung zu Ärzten und Behörden werden mittlerweile von Versicherungsunternehmen offeriert.
 
Die Absicherungsbedürfnisse von Senioren werden deutlich, wenn man ihre Sparziele beleuchtet: Sparziel Nummer eins dieser Zielgruppe ist, Geld für "unvorhersehbare Notfälle" zurückzulegen (48 Prozent), gefolgt von dem Ziel "Rücklagen für den späteren Lebensunterhalt" zu bilden (41 Prozent). Vor allem 50- bis 59-Jährige sparen für die Absicherung des Lebensabends (55 Prozent), während Senioren ab 70 Jahren im Vergleich zu den jüngeren Senioren vermehrt für den Fall der Pflegebedürftigkeit (37 Prozent) vorsorgen. Diese Ergebnisse machen deutlich, dass einige innovative Angebote der Versicherungsbranche auf ein beachtliches Interesse bei den Senioren stoßen: Immerhin ein Drittel der ab 50-Jährigen stuft die private Pflegeversicherung (36 Prozent) und die Pflegezusatzversicherung für Schwerstfälle (33 Prozent) für sich persönlich als interessant oder sehr interessant ein. Solche Angebote können die Versorgungslücke bei der gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung schließen. Auf ein spezielles Absicherungsbedürfnis für "unvorhersehbare Notfälle" reagieren Ausfallversicherungen, die dann einspringen, wenn man von jemandem geschädigt wird, der diesen Schaden aber nicht bezahlen kann - sei es eine Sachbeschädigung oder einen Personenschaden - zum Beispiel weil der Schadensverursacher keine Haftpflichtversicherung besitzt. Dieses Angebot findet bei 29 Prozent der Senioren Anklang.
 
Betrachtet man die verschiedenen Altersgruppen, so zeigen sich insbesondere die 50- bis 59-Jährigen gegenüber diesen neuen Versicherungsprodukten aufgeschlossen (Pflegeversicherung 44 Prozent, Pflegezusatzversicherung 40 Prozent, Ausfallversicherung 41 Prozent). Unfälle sind gerade für Senioren ein nicht zu vernachlässigendes Risiko. So sind spezielle Unfallversicherungen für Senioren, die zum Beispiel auch eine Unfallpflegerente im Falle eines Oberschenkelhalsbruches umfassen, für jeden Vierten ab 50-Jährigen interessant oder sehr interessant (25 Prozent). Offen sind Senioren auch für zusätzliche Serviceleistungen durch Versicherungsgesellschaften. Bezogen auf die reine Organisation von Serviceleistungen nimmt das Notfalltelefon die Spitzenposition im Interesse der Senioren ein (32 Prozent), knapp gefolgt von den Pflegediensten (31 Prozent). Bietet man den Senioren ergänzend zur Organisation auch an, die Kosten der Serviceleistung zu übernehmen, so erhöht sich dadurch das Interesse an der jeweiligen Serviceleistung nicht wesentlich. Offensichtlich wird von den Senioren unterstellt, dass im Falle der Kostenübernahme dieser Serviceleistung durch die Versicherung die Beiträge entsprechend höher ausfallen. Senioren mit Interesse an einer Serviceleistung inklusive Kostenübernahme wurden gefragt, ob sie bereit wären, hierfür einen kleinen Versicherungsbeitrag zu entrichten. Auffälligerweise ist die Zahlungsbereitschaft bei jenen Serviceangeboten am höchsten, die sich unmittelbar auf die Pflege zu Hause beziehen. So können sich die service-interessierten Senioren am häufigsten vorstellen, etwas für Pflegedienste zu bezahlen; es folgen Haushaltshilfe, Essen auf Rädern und das Notfalltelefon.
Quelle: TNS Infratest Finanzforschung; manfred.kreileder@tns-infratest.com

Facebook Twitter Google LinkedIn Xing RSS Email