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Sensible Gesundheitsthemen: Patienten suchen Rat im Web 2.0

Bei Beschwerden mit dem Verdauungstrakt trifft der moderne Patient und Verbraucher seine Behandlungs- und Medikamentenentscheidungen nicht mehr ausschließlich aufgrund der ärztlichen Verordnung. Die Meinungsbildung der Patienten basiert heutzutage auf verschiedenen Faktoren. Zentral sind dabei für Viele die positiven oder negativen Erfahrungen von anderen Betroffenen. Da Probleme im Bereich des Darms oft als sensibles Thema empfunden werden, ist es nicht verwunderlich, dass darüber in der Anonymität des Internets ausführlich diskutiert wird und ein reger Erfahrungsaustausch über Beschwerden und Behandlungsmethoden stattfindet.
 
Bei Fragen, für die vor wenigen Jahren noch der Arzt einziger Ansprechpartner und Vertrauensinstanz war, wird heute online Rat gesucht. So finden sich z. B. Beiträge zu Antidiarrhoica, wie Imodium, Lopedium und Perenterol, in großer Zahl in Foren, die von Krebspatienten und Stomaträgern frequentiert werden. Erstaunlich: Auch in Lauf- und Wanderforen werden solche Mittel empfohlen, zum Beispiel bei der Frage, wie unerwünschter Drang beim Marathon vermieden werden kann. Die Anwendung und Wirkung von Laxativa (Abführmittel) werden hingegen intensiv in Diätforen besprochen, wenn es um ihren Einsatz im Rahmen von Fastenkuren geht. Besorgte Eltern tauschen sich in Eltern- und Familienforen darüber aus, wie Verstopfungen bei Kindern zu behandeln sind. Die Unterstützung des gastrointestinalen Immunsystems durch probiotische Nahrungsmittel wie Actimel, LC1 und Yakult steht besonders in Koch- und Diätforen hoch im Kurs. Ebenso finden sich Fragen zu probiotischen Produkten in Diskussionen über Tiernahrung in entsprechenden Haustierforen.
 
Für Unternehmen aus der Healthcare- sowie aus der Lebens- und Futtermittel-Branche können die im Internet offen geäußerten Informationen interessant und hilfreich sein, da im Netz ausführlich und ungefiltert über die Anwendung einzelner Produkte, ihre Inhaltsstoffe und mögliche Nebenwirkungen sowie über erfüllte und unerfüllte Erwartungen diskutiert wird. Die Ergebnisse dieser Untersuchung ermöglichen es Unternehmen auf die online publizierten Patientenmeinungen zu reagieren. Unternehmen können sich aktiv an Diskussionen beteiligen, um unmittelbar Stellung zu einzelnen Themen zu beziehen. Häufig gestellte Fragen können identifiziert und z. B. auf der unternehmenseigenen Internetseite beantwortet werden. So kann von den Unternehmen ein höheres Maß an Transparenz und Sicherheit für die Patienten geschaffen werden. Auch indem im Netz kursierende Falschinformationen zu Therapien und Produkten korrigiert werden.
 
Das sind die Ergebnisse der aktuellen Analyse von Nielsen, die Fragestellungen zu unterschiedlichen Indikationsbereichen, erörterten Medikamenten und relevanten Blogs und Foren aus der Online-Diskussion zur Darmgesundheit untersucht hat. Im Untersuchungszeitraum vom 01.10.2007 bis zum 01.09.2008 wurden Beiträge zum Thema Darmgesundheit in Foren und Online-Plattformen unterschiedlicher Ausrichtung analysiert, in denen Arztaussagen und Behandlungsmaßnahmen durchaus kritisch hinterfragt wurden.
Quelle: The Nielsen Company; www.nielsen.de

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