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Sind Frauen die besseren Führungskräfte? Nein!

Umfrage zeigt keinen geschlechtsspezifischen Unterschied im Führungsverhalten.
 
Frauen sind die besseren Führungskräfte, sie sind teamorientierter, kommunikativer und können besser motivieren – diese weit verbreitete Einschätzung widerlegt eine aktuelle Umfrage des IFAK Instituts, Taunusstein, unter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.
 
Sowohl in der generellen Bewertung des Führungsstils als auch in der Bewertung einzelner Eigenschaften zeigen sich keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Ob Chef oder Chefin – auch in der Zufriedenheit mit den Vorgesetzten gibt es keine Unterschiede.
 
Befragt wurden in einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage vom 9. Oktober bis zum 13. November 2006 bundesweit 664 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 18 Jahre. Dabei zeigt sich, dass in Deutschlands Führungsetagen nach wie vor der „klassische“ Stil des Chefs bzw. der Chefin dominiert: die Vorgesetztenrolle wird hierarchisch gelebt („topdown“); 52 Prozent der Befragten mit weiblichen Vorgesetzten beschreiben so das Verhalten ihrer Chefin, 54 Prozent sind es bei männlichen Vorgesetzten. Dagegen bezeichnen 44 Prozent, die eine Frau als direkte Vorgesetzte haben, den Führungsstil mit „wie eine Teamkollegin“, 41 Prozent derjenigen mit männlichen Vorgesetzten empfinden diesen „wie einen Teamkollegen“.
 
Das differenzierte Urteil über den Chef bzw. die Chefin wurde an Hand von 32 Einzelkriterien ermittelt. Und auch hier zeigen sich keine geschlechtsspezifischen Unterschiede: Betrachtet man etwa den Aspekt Kommunikationsstärke“, dann zeigt sich, dass die Aussagen „informiert mich rechtzeitig und umfassend über alles Wichtige“ und „hält mich stets über das Firmengeschehen auf dem Laufenden“ gleichermaßen auf Chefs und Chefinnen zutreffen.
 
Selbst im zwischenmenschlichen Umgang werden weibliche Führungskräfte nicht besser bewertet als ihre männlichen Kollegen: „gibt mir die notwendige Unterstützung in schwierigen Situationen“, „hat immer ein offenes Ohr für mich und meine Anliegen“, „zeigt Interesse an meiner Person als Mensch“, „zeigt Interesse für meine Arbeit und Leistung“, „gibt mir das Gefühl, dass meine Arbeit bedeutsam ist“ oder „setzt sich für mich ein“ – das gilt ebenso für weibliche wie männliche Vorgesetzte.
 
Und auch die Fähigkeit, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren oder gar zu begeistern, ist keine typisch weibliche Begabung. In diesem Punkt zeigen sich generell große Defizite. Nur 8 Prozent der Befragten geben an: der Chef bzw. die Chefin „kann mich begeistern“.
 
Wie die Bewertung der einzelnen Eigenschaften, so ist auch die Zufriedenheit mit den direkten Vorgesetzten insgesamt nicht geschlechtsabhängig: Chefs und Chefinnen bekommen in der Studie die gleichen Noten, Chefs eine 2,50 und Chefinnen eine 2,57 (auf einer 6er Skala von 1 = sehr zufrieden bis 6 = sehr unzufrieden). Entscheidend für die Gesamtbewertung ist dagegen der Führungsstil: Wer einen autoritären Führungsstil an den Tag legt, kommt in der Gesamtbewertung – mit einer Note von 2,72 - schlechter weg als jemand, der einen kollegialen Führungsstil lebt (2,20).
 
Quelle: IFAK; www.ifak.de

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