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Social und Digital dominieren

Der 2. Tag des BVM-Kongresses in Berlin stand unter dem Motto der Zukunftsforschung und des Nachwuchses sowie der Vergabe des Ulrike Schöneberg Awards.

Nachwuchspreis wird vergeben vom BVM, VMÖ und vsms   

 Nachwuchspreis wird vergeben vom BVM, VMÖ und vsms

Kann das Internet der Dinge wirklich das Aus für die Marktforschung bedeuten? Diese Frage traut sich einer zu stellen, der sich gut in beiden Welten auskennt. In der digital dominierten Gemeinde von Republica und in der klassischen Marktforschung: Stephan Noller, ehemaliger TNS-Forscher und Nugg-Gründer verneint natürlich diese Frage.

Seine jetzige Firma Ubrich GmbH und sein Vortrag als Entree des zweiten Tages auf dem BVM Kongress behandeln das Internet der Dinge. Eigentlich weiß man das ja, dennoch in Staunen versetzen Computer so groß wie ein Daumennagel, Matratzen und Tapeten, die Daten erfassen und melden, sowie Wearables, die nicht nur am, sondern im Körper angebracht werden und Informationen sammeln. Noller zeigt, wie Google aus einer Handvoll hochgeladener Fotos sein gesamtes Leben rekonstruieren kann: Deep Learning.

Wo also ist da noch Platz für den Marktforscher? Noller sieht ihn „embedded“. So wie Journalisten Seite an Seite mit Kämpfern die Kriegsberichterstattung absolvieren, so könnten auch Marktforscher ganz nah am und im Unternehmen die Analysen aus den Daten für bessere Entscheidungen liefern. Wer diesen Vortrag verschlafen hat – verständlich angesichts des unterhaltsamen Abends in der Puro Sky Lounge Berlin – sollte sich ihn im Nachgang auf Video anschauen.

Am zweiten Tag durften die Nachwuchsforscher in den Kategorien Masterarbeit und Dissertation ihre Arbeiten ausführlich vorstellen. In diesem Jahr wurde der Preis erstmals gemeinsam vom BVM, dem österreichsichen Verband VMÖ und dem Schweizer Verband vsms vergeben. Unter den Vortragenden war auch ein weißhaariger Herr, Prof. Dipl.-Ing. Dr. Dr. h.c. Udo Wagner von der Universität Wien, der die Arbeit seiner Studentin nicht nur vorstellte, sondern auch in ihrem Namen den Preis in der Kategorie Masterarbeit entgegen nahm. Sandra Manzinger hatte geforscht über Digital Signage im Supermarkt. In der Kategorie Masterarbeit erhielt den Preis Philip Sipos für seine Arbeit über Anreizmechanismen.

Der Ulrike Schöneberg Award für das Best Paper des Kongresses ging an Mark Johnson, Managing Director Brainjuicer, der über Verhaltensforschung bei Marken sprach: Fame, Feeling and Fluency.

Die 250 Teilnehmer des Kongresses votierten ebenfalls und der Preis für den unterhaltsamsten Vortrag ging an Johannes Gladitz, dem es gelang, den trockenen Titel seines Vortrags „Zielgruppengenaue Optimierung der Steuerung von Werbekampagnen der individuellen Kauffrequenz“ mit viel Leben zu füllen und mit einer Prise Ironie zu würzen: „Mathematiker und Maler haben die Angewohnheit sich gelegentlich in ihre Modelle zu verlieben."

Am ersten Tag war bereits der Innovationspreis des BVM vergeben worden.(hed)

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