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Sommer 2005 - Sonnige Aussichten für Kosmetikhersteller?

Schlechtes Sommerwetter hat den Anbietern von Sonnenkosmetik im vergangenen Jahr deutlich die Umsätze verhagelt. Innerhalb des verbliebenen Marktvolumens haben sich die Umsatzanteile der einzelnen Marken nur wenig bewegt. Das wachsende Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher lässt die Hersteller jedoch auf bessere Jahre für Sonnenschutzprodukte hoffen. Sonnenschutzmittel verwenden laut Marktführer Beiersdorf hierzulande immerhin erst knapp 63 Prozent der Frauen und 53 Prozent der Männer. Gleichzeitig steige aber das Bewusstsein der Verbraucher für die Gefahren durch Sonneneinstrahlung.
 
Die fehlende Sommer- und Sonnenlaune der Verbraucher konnte das steigende Gesundheitsbewusstsein jedoch im vergangenen Jahr noch nicht ausgleichen. Insgesamt wurden in Deutschland mit Sonnenpflegeprodukten 17,7 Prozent weniger erlöst als im Rekordsommer 2003. Die Umsätze fielen auf unter 111 Mio. Euro. Das mit einem Wert-Anteil von 67,5 Prozent und einem Mengenanteil von 65,6 Prozent größte Teilsegment der Sonnenschutzprodukte verlor sogar 19,4 Prozent Umsatz und brachte es so insgesamt nur noch auf knapp 75 Mio. Euro. Ähnlich rasant verlief die Talfahrt für das mit 15 Mio. Euro vergleichsweise kleine Teilsegment der Après-Produkte. Milder fielen dagegen die Erlösverluste für Selbstbräuner aus, die ein Minus von 9,4 Prozent auf fast 21 Mio. Euro verzeichneten. Dennoch erwies sich das Selbstbräuner-Segment zumindest beim Absatz nach Packungen als Gewinner des Jahres 2004. Während Sonnenpflegeprodukte insgesamt um 13,5 Prozent beim Absatz verloren, legten Selbstbräuner um 17 Prozent zu. Grund hierfür dürfte vor allem die Einführung der einzeln verkauften Garnier Selbstbräunertücher zu einem Stückpreis von 95 Cent gewesen sein.
 
Marktführer im Gesamtmarkt mit Sonnenkosmetik bleibt laut den Zahlen von ACNielsen auch im Jahr 2004 Nivea Sun (Beiersdorf) mit einem nur leicht um 0,7 Prozentpunkte auf 24 Prozent gesunkenen Marktanteil. Auf Platz 2 folgt Ambre Solaire (L'Oréal). Die Marke überrundet 2004 mit einem Marktanteil von 12 Prozent die Schlecker Handelsmarke, die um zwei Prozentpunkte auf nur noch knapp 11 Prozent nachlässt. Unter den Applikationsformen konnten die Cremes um fast 3 Prozentpunkte auf einen Umsatzanteil von mehr als 15 Prozent am Gesamtmarkt für Sonnenschutz und Aprés-Produkte zulegen. Nahezu unverändert mit gut 50 Prozent Marktanteil behauptet sich jedoch Sonnenmilch. Mit Sprays konnten auf dem deutschen Sonnenkosmetik-Markt immerhin noch fast 22 Prozent der Umsätze erlöst werden. Bei den Selbstbräunern liegen Milch (30,8 Prozent), Creme (27,3 Prozent) und Spray (23,5 Prozent) dagegen fast gleichberechtigt in der Gunst der Verwender. Unter den Vertriebskanälen bleiben die Drogeriemärkte unangefochtene Einkaufsstsätte Nummer 1 mit fast 63 Prozent Umsatzanteil. Über die Ladentische des klassischen Lebensmitteleinzelhandels gehen immerhin noch mehr als 21 Prozent der Sonnenpflegeprodukte - im Vorjahr waren es allerdings noch fast 23 Prozent. Die Kauf- und Warenhäuser (6,2 Prozent) liegen in ihrer Bedeutung als Verkaufsstätte für Sonnenkosmetik sogar noch hinter den Drogerien, die 2004 von 7,7 Prozent auf fast 10 Prozent Umsatzbedeutung zulegten.
Quelle: LebensmittelZeitung; www.lz-net.de

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