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Sparen ist weiterhin angesagt

Die aktuelle wirtschaftliche Lage und die Sorge, wie es weitergeht, führen nun schon seit einiger Zeit zu einer deutlichen Konsumzurückhaltung. Deutlich mehr als jeder zweite aus der Bevölkerung macht sich Sorgen, daß er selbst oder die ihm Nahestehenden von den Folgen der schwierigen Wirtschaftssituation betroffen werden könnten. In Ostdeutschland befürchten das sogar 63 Prozent. Die meisten Menschen denken deshalb heute sehr viel sorgfältiger über ihre Ausgaben nach, als das noch vor Jahren der Fall war. Kaum jemand, der nicht an irgendeiner Stelle zu sparen versucht. Während der Einzelhandel in den letzten Jahren Umsatzeinbußen hinnehmen mußte, haben die Discounter davon profitiert, daß die große Mehrheit (72 Prozent) heute fast überall ganz genau die Preise vergleicht. "Seltener essen gehen", gehört ebenfalls zu den Sparmaßnahmen, die sich 60 Prozent nahelegen. 59 Prozent geben jetzt weniger als früher für Kleidung aus. Jeder zweite schiebt größere Anschaffungen hinaus wie die Anschaffung eines Pkw, einer Immobilie oder von Einrichtungsgegenständen. Auch beim Telefonieren (47 Prozent) und bei Urlaubsreisen (45 Prozent) wird gespart.
 
Die Konsumzurückhaltung wirkt sich fast überall aus und wirkt wie eine negative Spirale, die dazu beiträgt, daß die Wirtschaft wenn überhaupt, dann nur ganz langsam in Schwung kommt. Männer und Frauen sparen, junge Menschen und alte. Und in allen Schichten wird gespart. Daß Frauen (77 Prozent) häufiger als Männer (68 Prozent) darauf hinweisen, daß sie die Preise genau in den Blick nehmen, liegt auf der Hand. Denn während sie für sich und die Familie einkaufen, erledigen sie ja vielfach die Einkäufe für den Mann gleich mit. Das gilt zum Teil sicherlich auch für den Hinweis, daß man weniger Geld für Kleidung ausgibt (Frauen: 65 Prozent, Männer: 53 Prozent). Aber Frauen versuchen auch ein wenig häufiger als Männer, beim Telefonieren sparsam zu sein. Obwohl auch die jungen Leute sparen, sind sie im allgemeinen doch weniger als der Durchschnitt der Bevölkerung bereit, jeden Euro dreimal in der Hand zu drehen, bevor er ausgegeben wird. Unter-30jährige tun dies zu 59 Prozent, von denen, die über Dreißig sind, achten über 70 Prozent immer genau darauf, wo was am günstigsten zu kaufen ist. "Ich gehe seltener abends aus": die Jüngeren sagen das von sich zu 35 Prozent, von den Erwachsenen im Alter zwischen Dreißig und Sechzig sagt das jedoch jeder zweite.
Quelle: Institut für Demoskopie, Allensbach; www.ifd-allensbach.de

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