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Spendenverhalten in Deutschland

Mehr als die Hälfte der Bundesbürger ist ehrenamtlich tätig - jeder Vierte engagierte sich von Juli 2004 bis Juli 2005 in Form von Geld- oder Sachspenden. Im Wesentlichen gilt die Spendenfreudigkeit der Deutschen der humanitären Hilfe. Insgesamt spendeten sie über 2,6 Milliarden Euro in diesem Zeitraum für Wohltätigkeitsorganisationen im In- und Ausland. Im ersten Halbjahr 2005 engagierten sich 13,1 Millionen Bundesbürger (2. Halbjahr 2004: 12,1 Millionen) mit mindestens einer Geldspende. 1,3 Millionen Deutsche (2. Halbjahr 2004: 1,7 Millionen) unterstützten die Hilfs- und Wohltätigkeitsorganisationen im In- und Ausland mit Sachspenden. Diese positive Resonanz zum Ende des Jahres ist hauptsächlich auf die Tsunami-Katastrophe in Südostasien im Dezember letzten Jahres zurückzuführen. In dieser Ausnahmesituation reagierten die Bundesbürger spontan und spendeten allein im Dezember 2004 602,2 Millionen Euro und im Januar 2005 noch einmal 526,4 Millionen Euro.
 
Über 84 Prozent der Geldspenden geben die Deutschen für humanitäre Hilfsprojekte und -organisationen aus. Es folgen Projekte der Kultur- und Denkmalspflege mit knapp 5 Prozent. Umweltschutz und Tierschutz bilden die Schlusslichter bei der geldlichen Unterstützung. Mehr als die Hälfte der Spenden werden im Durchschnitt bereits online getätigt. Es folgen die klassischen Transaktionen wie Überweisung, Bareinzahlung, Lastschrift oder Dauerauftrag. Auch bleiben die zur Spende Bereiten den von ihnen präferierten Wohltätigkeitsorganisationen treu. Fast die Hälfte spendet an eine bestimmte Organisation und tut dies für einen speziellen Zweck. Nur jeder Fünfte kann als Wechselspender bezeichnet werden. Bei der Frage nach der Vererbung von Vermögen an wohltätige Organisationen sind die Deutschen jedoch eher zurückhaltend. Nur jeder Zehnte kann sich vorstellen, sein privates Vermögen oder Teile davon an eine gemeinnützige Organisation zu vererben.
 
Neben der finanziellen Spendenbereitschaft zeigen die Deutschen auch Initiative bei ehrenamtlichen Tätigkeiten. Im Zeitraum Juli 2004 bis Juli 2005 absolvierten sie 3,3 Milliarden ehrenamtliche Stunden. Durchschnittlich engagiert sich jeder "Zeitspender" mit 100,8 Stunden pro Jahr für den gemeinnützigen Zweck. Der Blick auf das Alter der spendenbereiten Bundesbürger zeigt: die Generation Silber engagiert sich besonders stark. Die über 60-Jährigen spendeten mit über 1,3 Milliarden Euro mehr als die Hälfte des Gesamtbetrages im Zeitraum Juli 2004 bis Juli 2005. Bei den ehrenamtlichen Tätigkeiten engagieren sich alle Altersgruppen in gleichem Maße. Bei den 40- bis 49-Jährigen ist nahezu jeder Zweite aktiv, bei der Altersgruppe der über 60-Jährigen engagiert sich jeder Dritte. Die Kinder- und Jugendarbeit steht hier besonders stark im Fokus. Auch für Projekte und Vereine im sportlichen Bereich sowie für Kirchen ist das ehrenamtliche Engagement besonders hoch.
Quelle: GfK AG; www.gfk.de

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