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Städte brauchen 665 Milliarden Euro

2000 bis 2009 werden für kommunale Investitionen rund 665 Milliarden Euro benötigt, so eine Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu). Die Schätzung enthält nicht nur den Investitionsbedarf aller deutschen Städte, Gemeinden und Landkreise, sondern auch den Investitionsbedarf kommunaler Zweckverbände, Krankenhäuser und Unternehmen wie Stadtwerke. Den höchsten Bedarf an Investitionen hat mit 26 Prozent der Verkehrsbereich (Straßen und ÖPNV) gefolgt von den Bereichen Soziale Infrastruktur, Wasser und Umweltschutz.
 
Auf die alten Bundesländer entfallen 69 Prozent dieser Summe, auf die neuen Länder 31. Umgerechnet auf Einwohner ist jedoch der kommunale Investitionsbedarf im Osten fast doppelt so hoch wie der im Westen. Der Unterschied ist einerseits die Folge eines immer noch bestehenden Nachholbedarfs im Osten, er spiegelt aber auch höhere Anteile der ost-deutschen Kommunen am Wohnungsbestand wider. Auch der Investitionsbedarf in den westdeutschen Städten und Gemeinden ist beachtlich: Die Sanierung und Modernisierung der bereits bestehenden kommunalen Infrastruktur tritt inzwischen immer mehr in den Vordergrund.
 
In den ersten 30 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg fand in Westdeutschland eine beachtliche Investitionstätigkeit statt: Es entstanden Gebäude, Straßen, Kanalisationen, die heute modernisiert oder ersetzt werden müssen. In den neuen Bundesländern sind weiterhin die Folgen einer jahrzehntelangen Vernachlässigung des Bestands aufzuarbeiten. Eine Vernachlässigung des Infrastrukturbestands über einen längeren Zeitraum wird erhebliche negative Folgen für die Lebensqualität und die wirtschaftliche Attraktivität Deutschlands haben.
Quelle: Deutsches Institut für Urbanistik; Sybille Wenke-Thiem

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