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Stimmung bei den Ärzten gleichbleibend schlecht

Rund zwei Jahr nah den Neuerungen im Gesundheitssystem sehen Ärzte vor allem die wirtschaftliche Lage der eigenen Praxis sehr kritisch. Spielraum für Investitionen oder Rücklagen sind kaum vorhanden.
 
Insgesamt ist die Meinung der Hausärzte zur Situation des deutschen Gesundheitswesens unverändert kritisch. Zwar wird die Qualität der medizinischen Versorgung in Deutschland von den Hausärzten für den aktuellen Zeitraum als gut eingeschätzt, die Behandlungsmöglichkeiten für Kassen-Patienten, die Arbeitsbedingungen als Arzt und die Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens beurteilen die Hausärzte dagegen als schlecht bis sehr schlecht. Sie gehen sogar davon aus, dass sich die Lage hier künftig noch weiter verschlechtern wird.
 
Als besonders problematisch wird vor allem die wirtschaftliche Situation der eigenen Praxis gesehen. Zwar schätzen 15 Prozent der Ärzte diese als gut bis sehr gut ein, dem steht aber rund ein Drittel der befragten Hausärzte gegenüber, deren Praxis schlecht bis sehr schlecht dasteht.
 
Dies spiegelt sich auch in der Investitionsneigung wieder. Bei den Ärzten unter 45 Jahren geben 57 Prozent an, im abgefragten Zeitraum keine Investitionen in die Praxis getätigt zu haben, bei den Ärtzen im Alter zwischen 45 und 55 Jahren sind dies 58 Prozent und bei den Ärzten, die älter als 55 Jahre sind, beträgt dieser Anteil sogar 77 Prozent.
 
Die schlechte wirtschaftliche Situation zeigt sich auch beim Personal. Auf die Frage, ob sie in den vergangenen sechs Monaten zusätzliches Personal eingestellt haben, antworten 80 Prozent der Ärzte mit nein, Personal abbauen mussten sogar 7 Prozent. Auch in Zukunft wird sich daran nichts ändern. Insgesamt 90 Prozent der Ärzte wollen keine neuen Arbeitsplätze schaffen, 13 Prozent müssen sogar wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich Personal entlassen.
 
Nicht anders die Lage bei den Auszubildenden: Insgesamt 84 Prozent der befragten Ärzte haben in den vergangenen sechs Monaten keinen Auszubildenden eingestellt, nach Ende der Ausbildung konnten 7 Prozent einen Auszubildenenden nicht übernehmen. In den kommenden sechs Monaten werden 89 Prozent der Ärzte keinen Auszubildenden einstellen und 6 Prozent wissen bereits, dass sie ihren Auszubildenden nicht werden übernehmen können.
 
Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie GfK Ärzteklima-Index und basieren auf halbjährlichen Onlinebefragungen von insgesamt 467 Allgemeinmedizinern und Internisten in Deutschland. Dieses von der GfK HealthCare entwickelte Stimmungsbarometer dient zur Bewertung des deutschen Gesundheitssystems aus Sicht der Ärzte.
Quelle: GfK; www.gfk.de

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