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Stimmung der europäischen Verbraucher angeschlagen

Im Hoch- und Spätsommer gerieten zunehmend die Krisen und Kriege im Nahen und Mittleren Osten stärker ins Bewusstsein der europäischen Verbraucher. Und so meldet GfK nun auch, dass das Konsumklima EU28 seit Juni um einen halben Punkt auf 10,3 Zähler gesunken ist.
 
  • Die Konjunkturerwartungen der Deutschen befinden sich auf Talfahrt. Der Indikator sank im September zum vierten Mal in Folge. Seit Juni büßte er somit 18,5 Punkte ein.
  • In Frankreich hat sich die Konjunkturerwartung im Sommer wieder stabilisiert. Der Indikator lag im September bei 6,1 Punkten. Das sind 0,6 Zähler mehr als im Juni.
  • Die Briten gehen offensichtlich davon aus, dass die Wirtschaft ihres Landes in den kommenden Monaten nicht mehr so stark wachsen wird wie zuletzt. Die Konjunkturerwartung ist im dritten Quartal um 8,5 Punkte auf 11,2 Zähler gesunken. Das ist der niedrigste Wert seit Juli 2013.
  • Die Konjunkturerwartung der italienischen Verbraucher schwankte in den Sommermonaten stark. Lag sie im Juni bei -20,2 Punkten, sackte sie im Juli auf -31,9 Zähler ab. Seitdem hat sie sich wieder erholt. Mit -15,4 Punkten lag der Indikator im September jedoch nach wie vor deutlich im negativen Bereich. Die Verbraucher rechnen offensichtlich nicht damit, dass das leichte Wirtschaftswachstum der vergangenen Monate auch weiterhin anhalten wird.
  • Die spanischen Verbraucher rechnen weiterhin mit einer stabilen Konjunktur. Zwar ist die Konjunkturerwartung seit Juni um knapp 4 Punkte auf 33,6 Zähler gefallen. Das Niveau ist jedoch nach wie vor ausgesprochen hoch. Und auch das Bruttoinlandsprodukt ist im zweiten Quartal um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
  • Obwohl das Bruttoinlandsprodukt in Portugal im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,6 Prozentpunkte gestiegen ist, beurteilen die Verbraucher die konjunkturellen Entwicklungen verhalten. Mit 13,8 Zählern liegt der Indikator jedoch deutlich im positiven Bereich.
  • Die Wirtschaft in den Niederlanden entwickelte sich zuletzt positiv. Die Konjunkturerwartung ging in den vergangenen drei Monaten zwar um 8,6 Punkte auf 20,8 Zähler im September zurück. Das Niveau des Indikators ist dennoch recht gut. Die Verbraucher rechnen somit auch in den kommenden Monaten mit einem deutlichen Wirtschaftswachstum.
  • Trotz stabiler Wirtschaftsdaten ist die Konjunkturerwartung der belgischen Verbraucher im dritten Quartal massiv eingebrochen und um rund 22 Punkte auf -3,6 Zähler gesunken. Die bedeutet den niedrigsten Wert seit Juni 2013.
  • Die nach wie vor schwierige wirtschaftliche und politische Situation in Griechenland wirkt sich massiv auf die Konjunkturerwartung der Verbraucher aus. Im Vergleich zum Juni fiel der Indikator bis September um über 20 Punkte auf -30 Zähler. Im Vergleich zum Vorjahresmonat steht ein Minus von rund 20 Punkten.
  • Die österreichische Konjunktur kommt nach wie vor nicht wirklich in Gang. Und offensichtlich rechnen die Verbraucher auch in den kommenden Monaten nicht mit einer Verbesserung der Wirtschaftsdaten. Dementsprechend lag die Konjunkturerwartung im September mit -19,8 Punkten auf fast dem gleichen Wert wie im Juni (-19,9 Zähler).
  • Obwohl die Wirtschaft in Polen in den ersten zwei Quartalen deutlich gewachsen ist, schwächte sich der Konjunkturoptimismus der Verbraucher im dritten Quartal etwas ab. Der entsprechende Indikator fiel seit Juni um 3,5 Punkte und stand im September bei 15,7 Zählern.
  • Die tschechische Wirtschaft brummt. Das Bruttoinlandsprodukt ist in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres um 4,1 beziehungsweise 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen. Auch wenn die Konjunkturerwartung seit Juni um knapp 8 Punkte gefallen ist, gehen die Verbraucher offensichtlich davon aus, dass sich die Wirtschaft auch weiterhin gut entwickeln wird. Im September lag der Indikator bei 23,4 Zählern.
  • Trotz guter Wirtschaftsdaten sind die slowakischen Verbraucher in Bezug auf die Konjunkturerwartung noch etwas skeptisch. Der Indikator lag im September mit 12,2 Punkten lediglich 2,5 Zähler höher als im Juni. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnet er sogar einen Rückgang von gut 3 Punkten.
  • In Bulgarien entwickelt sich die Wirtschaft positiv, der Index liegt mit -7,4 Zählern aber weiterhin im negativen Bereich. Dennoch ist die Konjunkturerwartung im Vergleich zum zweiten Quartal um 5,5 Punkte gestiegen. Noch deutlicher fällt die Zunahme mit Blick auf den Vorjahresmonat aus. Für diesen Zeitraum ist ein Anstieg um fast 18 Punkte feststellbar.
  • Die Wirtschaft in Rumänien ist im vergangenen Jahr deutlich gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2015 ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozentpunkte gestiegen. Zwar sank die Konjunkturerwartung im dritten Quartal um 2,8 Punkte auf aktuell 18,5 Zähler. Allerdings ist im Vergleich zum Vorjahresmonat ein deutlicher Anstieg von fast 15 Punkten zu verzeichnen.

Die Ergebnisse zum GfK Konsumklima Europa stammen aus einer Konsumentenbefragung, die im Auftrag der EU-Kommission in allen Ländern der Europäischen Union durchgeführt wird. In den 28 Ländern werden monatlich etwa 40.000 Personen befragt.
Nähere Informationen zur GfK-Gruppe finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: Gfk

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