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T-Online gegen kostenlos-Kultur

"Wir haben die Pole-Position in Deutschland und Europa - und die werden wir ausbauen", mit diesen Worten eroeffnete T-Online-Chef Thomas Holtrop die Bilanzpressekonferenz fuer das Geschaeftsjahr 2000. Was er zu verkuenden hatte, war in der Tat gewichtig: Ein dickes Umsatzwachstum, ein gewaltiger Anstieg bei den Kunden und ein satter Konzernverlust von 389,7 Mio. Euro. Ausserdem erteilte er eine Lehrstunde in puncto Geldverdienen im Internet.
 
Die Rettung aus dem Tal der roten Zahlen sieht Holtrop im Pay-per-Use. Und das nicht nur fuer T-Online, sondern fuer die ganze Internet-Oekonomie. Der Schritt weg von der etablierten "kostenlos-Kultur" zu einer Kultur, in der Kunden bereit sind, fuer Mehrwert und Leistung zu zahlen, sei gross, aber unumgaenglich: "Die bisherigen Modelle, in denen Inhalte und sogar der Access kostenlos angeboten werden, sind oekonomisch nicht durchzuhalten."
 
Zahlen sollen die T-Online-Kunden in Zukunft fuer sogenannte "zielgruppenspezifische Buendelangebote", bestehend aus attraktiven exklusiven Inhalten, speziellen Services und dem Access.
 
Aus der selbstbewussten Pole-Position heraus, sieht sich Holtrop gewappnet fuer den etwaigen Widerstand der User aus der kostenlos-Kultur-Abteilung: "Kein anderes Internetunternehmen besitzt eine bessere Ausgangslage, um den notwendigen kulturellen Wechsel zu realisieren und hier neue Massstaebe zu setzen."
 
Quelle: Net-BC; newsletter@net-bc.com

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