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Tabletten und andere Nebenwirkungen

Selbstmedikation wird vor allem angewandt bei Erkältungskrankheiten (88%), Vitamin-/Mineralstoffmangel (67%), Schmerzen (66%), Haarproblemen (52%), Grippe (50%), Magen-/Darmerkrankungen (50%), Pilzerkrankungen (49%), Erschöpfungszuständen (43%) und Hautproblemen (42%). - So ein Ergebnis einer Befragung in einem Online-Panel, damit liegen zwar keine repräsentativen Ergebnisse für die Gesamtbevölkerung vor, dafür aber Untersuchungsergebnisse in derjenigen Gruppe, die für dieses Segment an der Spitze des zukünftigen Entwicklungsprozesses stehen wird, nämlich die jüngeren, überdurchschnittlich gebildeten Befragten mit einer hohen Affinität zum Internet.
 
Mit den Auswirkungen der Gesundheitsreform und der Einführung der Praxisgebühr wird der Gang zum Arzt gerne vermieden und zur Selbstmedikation gegriffen. Neben den strukturellen Effekten durch die Gesundheitsreform zeigt sich, dass der Trend zur Selbstmedikation auch Ausdruck eines spezifischen Lebensgefühls ist. Der am häufigsten (82%) genannte Grund für die Selbstmedikation ist der Wunsch, sich selbst ohne ärztlichen Rat behandeln zu wollen (hier und im Folgenden konnten die Befragten mehrere Antworten auf die Fragen geben). Dass die rezeptfreien Medikamente inzwischen von der gesetzlichen Krankenkasse kaum noch bezahlt werden, ist hingegen lediglich für 50% ein Motiv. Aber 39% geben an, dass sie keine Zeit haben, um zum Arzt zugehen und 23% sind der Meinung, dass sie sich selbst sowieso am besten kennen und deshalb auch wissen, welche Behandlung für sie die richtige ist. Für fast ein Viertel der Befragten sind die als lästig empfundenen Arztgespräche bei einer Verordnung auch ein Grund, die Medikamentenwahl selbst vorzunehmen und mehr als jeder Zehnte (13%) berichtet von mangelndem Vertrauen in die Ärzteschaft.
 
Die wichtigste Informationsquelle über rezeptfreie Arzneimittel bleibt nach wie vor die Apotheke(77%) neben der Familie und dem Freundeskreis (59%) und dem Beipackzettel (39%) ist, sind der Internetauftritt des Herstellers für 21% und entsprechende Internet-Foren für 20% weitere wichtige Quellen. Das Internet kommt außerdem auch als Bestellmöglichkeit in Frage: Als Gründe für die Bestellung von Arzneimitteln im Internet wurden in erster Linie der Preis (83%) sowie die direkte Lieferung nach Hause (67%) angegeben. Danach folgt schon der Grund, dass man im Ausland via Internet auch rezeptpflichtige Arzneimittel bestellen kann, ohne ein Rezept vorlegen zu müssen (26%), sowie dort auch in Deutschland nicht zugelassene Medikamente bestellen kann (25%). Als Argumente, die gegen Bestellungen im Internet sprechen, werden "ungenügende Beratung" (71%), "Angst vor minderwertiger Ware" (68%), das Fehlen von entsprechenden Warnhinweisen (45%), die Schwierigkeit, den richtigen Anbieter zu finden, sowie ggf. fremdsprachliche Beipackzettel (27%) genannt.
Quelle: Forschungsgruppe Wahlen Online GmbH; Matthias.Jung@forschungsgruppe.de

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