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Traditionelle Zahlungsverfahren dominieren im Online-Handel

Mit der zunehmenden Bedeutung des Internets als Vertriebskanal stellt sich in immer mehr Unternehmen die Frage nach der internet-gerechten Bezahlung von online bestellten Waren und digitalen Gütern. Der häufig gebrauchte Begriff "E-Payment" wird dem aktuellen Stand nicht gerecht: "Traditionelle" Zahlungsverfahren wie Vorauskasse, Rechnung und Lastschrift sind nach wie vor die Verfahren, mit denen die höchsten Umsätze abgewickelt werden. Der Anteil dieser Verfahren liegt zwischen 47 Prozent und 82 Prozent. Die meisten innovativen Systeme, die speziell für das Internet entwickelt wurden, konnten den etablierten Zahlungsarten bislang nicht den Rang ablaufen. Das Bezahlen per Mobiltelefon beispielsweise wird derzeit nur von unter vier Prozent der Unternehmen angeboten. Allerdings gibt es auch internet-spezifische Zahlungsverfahren, denen in absehbarer Zeit der Durchbruch gelingen könnte. So plant jeder fünfte Anbieter, bis Ende 2006 die Kreditkarte mit gesonderter Authentifizierung (bspw. "Verified by Visa") einzuführen. Jedes vierte Unternehmen plant die Einführung der Online-Überweisung, bei der eine Internet-Zahlung sofort autorisiert wird. Weiterhin ist ein deutlicher "eBay-Effekt" auszumachen: Fast 30 Prozent der Unternehmen nutzen den Zahlungsservice PayPal, der von eBay betrieben wird.
 
Die wichtigste Eigenschaft eines Internet-Zahlungsverfahrens ist den Befragten zufolge die Sicherheit der Zahlung, noch vor der Reichweite und den Kosten des Verfahrens. Die hohe Bedeutung der Zahlungssicherheit dürfte nicht zuletzt darauf zurückzuführen sein, dass die Zahlungsausfälle im Internet höher sind als in anderen Vertriebskanälen des Handels. So belaufen sich die Ausfälle bei Internet-Bestellungen auf durchschnittlich 0,6 bis 1 Prozent des Umsatzes. Gerade in Branchen mit geringen Margen steht die Reduzierung der Ausfälle daher im Vordergrund. Die Meinungen und Erfahrungen der Online-Anbieter gehen hier stark auseinander. Beispielsweise wird die Rechnung als Zahlungsart für Online-Bestellungen von Business-to-Business-Anbietern deutlich positiver bewertet und häufiger eingesetzt als von den Business-to-Consumer-Anbietern. Markante Unterschiede zeigen sich auch in Bezug auf die Art der angebotenen Güter: Den Anbietern digitaler Güter ist der Aspekt der Zahlungssicherheit weniger wichtig als den Anbietern physischer Güter. Schließlich verzeichnen die größeren Unternehmen geringere Zahlungsausfälle als die kleineren Unternehmen. Dies mag nicht zuletzt damit zu begründen sein, dass die größeren Unternehmen häufiger fortgeschrittene Instrumente des Risikomanagements wie beispielsweise die Bonitätsprüfung einsetzen als die kleineren Unternehmen.
 
Insgesamt deutet einiges daraufhin, dass die Entwicklung bei Internet-Zahlungsverfahren keineswegs abgeschlossen ist. In den kommenden Jahren werden vermutlich weitere innovative Dienstleister in diesen Markt vordringen. Die Planungen der Online-Händler sprechen dafür, dass sich der Markt für Internet- Zahlungsverfahren weiterhin dynamisch verhält - die Hälfte der Unternehmen plant, in absehbarer Zeit ein zusätzliches Zahlungsverfahren einzuführen. Nach Ansicht der Befragten sind in erster Linie Banken und - seltener - Kreditkartengesellschaften die idealen Betreiber von Internet-Zahlungssystemen
Quelle: E-Commerce-Center Handel am Institut für Handelsforschung; www.ecc-handel.de

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