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Trend zu Genuss und höherwertigen Einkäufen

Was bleibt den Verbrauchern aber auch schon anderes übrig, als ihr Geld auszugeben? So mäßig die Inflation im Jahr 2013 auch war (sie lag in jedem einzelnen Monat unter zwei Prozent), die Zinsen waren noch mäßiger. Wer nicht an der schwungvollen Börse investieren wollte oder konnte, tat sich schwer, sein Geld zu vermehren. Selten zuvor war sparen so unattraktiv wie heute. Und so haben viele Konsumenten ihr Einkommen – samt einem Teil des Ersparten - lieber gleich ausgegeben, für größere Anschaffungen, aber auch für ein bisschen mehr Freude im Alltag: beim Essen und Trinken.
 
Vertriebsschienenanteile im Lebensmitteleinzelhandel (Quelle: GfK) 

 Vertriebsschienenanteile im Lebensmitteleinzelhandel (Quelle: GfK)

Für Lebensmittel und Getränke beginnt das Weihnachtsgeschäft eigentlich erst kurz vor den Feiertagen. Ein Trend für diese Weihnachtseinkäufe im Jahr 2013 zeichnete sich aber schon im November ab: Da konnten sich nämlich die üppiger bestückten und mit einer Vielzahl hochwertiger Lebensmittel aufwartenden Super- und Verbrauchermärkte deutlich von den Discountern absetzen. Und das, obwohl sie im Vorjahresmonat ebenfalls stark gewachsen waren. Die Discounter zollten hingegen diesmal dem hohen Basiseffekt aus dem Vorjahr Tribut (+10,2%). Auch die Umsätze der SB-Warenhäuser und der Drogeriemärkte stiegen überproportional; allerdings waren die Umsätze in beiden Vertriebsschienen im Vorjahresmonat kaum gestiegen, Zuwächse im aktuellen Monat folglich leichter zu erzielen.
 
Einen Monat vor dem rechnerischen Jahresende befanden sich LEH-Food-Vollsortimenter und Discounter kumuliert exakt auf Augenhöhe. Für beide standen Mehrumsätze von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu Buche. Das ist ein stattliches Ergebnis für beide Vertriebsschienen. Allerdings waren die kumulierten Zuwächse der Vollsortimenter im Vorjahreszeitraum fast doppelt so hoch wie die der Discounter. Außerdem stiegen die bezahlten Preise bei den Discountern im laufenden Jahr mehr als doppelt so stark wie bei den Vollsortimentern. Beide Effekte – der Basis- wie der Preiseffekt – begünstigen im Prinzip die Discounter. Und das macht die Perfor­mance der Vollsortimenter umso bemerkenswerter. Für beide steht zudem der nachfragestarke Dezember in der Abrechnung noch aus.
 
Nach den starken Preissteigerungen der vergangenen Jahre hat sich das Preisgeschehen im LEH spürbar beruhigt. Hauptgrund dafür ist, dass die Rohstoffpreise nicht weiter steigen und vereinzelt, wie beispielsweise für Röstkaffee, sogar deutlich sinken. Mit durchschnittlich zwei Prozent liegt die Preissteigerung für Einkäufe im Lebensmitteleinzelhandel zwar über der allgemeinen Teuerungsrate, aber ein Teil der Mehrausgaben für Lebensmittel und Getränke geht immerhin auf die persönliche Entscheidung der Verbraucher zurück. Denn hinter dem Anstieg der bezahlten Preise für Lebensmittel und Getränke stehen nicht nur Preiserhöhungen, sondern auch höherwertige Einkäufe der Konsumenten. So gehen im bisherigen Jahresverlauf 2013 etwa drei Viertel des Preisanstiegs auf die Teuerung zurück (höhere Preise für denselben Artikel) und ein Viertel auf das trading up seitens der Verbraucher (Nachfrageverschiebungen in Richtung höherwertiger Artikel).
 
Soweit ein Auszug aus dem GfK Consumer Index November 2013.
Nähere Informationen zur GfK-Gruppe finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>
Quelle: GfK

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