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Türkei und Spanien statt Ägypten und Tunesien

© Katharina Wieland Müller / PIXELIO 

 © Katharina Wieland Müller / PIXELIO

Die politischen Unruhen in Nordafrika haben weitreichende Folgen für den Tourismus. Die über Reisebüros generierten Umsätze für Ägypten fielen von 28 Millionen Euro in der zweiten Januarwoche auf ein Minus von 11 Millionen Euro zum Ende der fünften Kalenderwoche Anfang Februar.

Für Tunesien sind die Buchungen für die kommenden Reisemonate insgesamt um 85% eingebrochen. Bis zur ersten Januarwoche verzeichneten die Buchungsumsätze für das Urlaubsland noch ein Plus von 12% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Reiseland Ägypten hat in demselben Buchungszeitraum die Hälfte seiner Reiseumsätze eingebüßt, in absoluten Umsatzzahlen sogar mehr noch als Tunesien. Nach Spanien und der Türkei ist Ägypten das drittwichtigste Pauschalreiseziel der Deutschen. Fast ein Drittel des Jahresumsatzes für Ägyptenurlaube wird üblicherweise im Januar gebucht.

Die deutschen Urlauber nutzen bisher die kostenlosen Umbuchungsangebote der Reiseveranstalter und weichen auf andere Länder aus. Vor allem die Türkei und Spanien, zwei beliebte Urlaubsziele der Deutschen, profitieren davon in den ersten Wochen des Jahres mit Zuwächsen zwischen 35 und 45%. Weitere alternative Ferienziele sind Italien, Zypern sowie insbesondere Bulgarien und Kroatien. Die Buchungsumsätze für diese Destinationen steigen im Zeitraum zwischen der zweiten und fünften Kalenderwoche 2011 ebenfalls überdurchschnittlich. Insgesamt ist die touristische Nachfrage in Deutschland derzeit außerordentlich gut.

Die über Reisebüros gebuchten Umsätze legen in den ersten Wochen des Jahres 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24% zu.

Die Auswertungen von GfK Travel Insights, dem Tourismus-Vertriebspanel von GfK Retail and Technology, basieren auf den Buchungsdaten von rund 1.200 Reisebüros, die den stationären Vertriebsmarkt in Deutschland repräsentativ abbilden.

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Quelle: GfK

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