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Über das „Du“ zum „Wir“ werden

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In Nürnberg gibt es einen neuen Kopf in der Chefetage. Er ist zuständig für das Deutschlandgeschäft, das jetzt nicht mehr in zwei Silos geführt wird. Als unser Gespräch stattfindet, ist er noch keine hundert Tage im Amt. Aber er hat schon einiges verändert. Das „Du“ im ganzen Unternehmen ist dabei nur ein Nebeneffekt.

Michael Müller im Gespräch mit Sabine Hedewig-Mohr (Foto: GfK) 

 Michael Müller im Gespräch mit Sabine Hedewig-Mohr (Foto: GfK)

Es ist der 14. April und Michael Müller ist genau seit 14 Tagen Geschäftsführer der deutschen GfK. Rund 200 Kunden und Mitarbeiter sind auf Einladung nach Frankfurt gekommen, um sich das Leistungsspektrum des Marktforschers präsentieren zu lassen.

Mancher in den Reihen fragt sich: Wer ist denn dieser neue Chef? Aus Asien soll er kommen. Kennen Sie den? Wie sieht er aus? Wie mag er sein? Was wird sich ändern? Auf dem Programm steht er nicht? Kein Part ist für den Neuen auf dem GfK Insight Summit vorgesehen. Doch dann kommt Michael Müller auf die Bühne, stellt sich kurz vor, dankt den Kunden fürs Kommen und bietet sich als Gesprächspartner an. Das war nicht geplant, aber dann doch unproblematisch machbar.

„Zu der Veranstaltung hatte Siegfried Högl eingeladen“, erklärt Müller sein Verhalten, „da muss ich mich nicht hinstellen und sagen ‚ich bin hier jetzt der Chef‘. Im nächsten Jahr lade ich ein und dann spreche ich auch länger.“

Solch unprätentiöses Verhalten scheint typisch für Müller und das zurückhaltende, aber dennoch selbstbewusste Auftreten ebenfalls. Seit 1. April hat sich GfK eine neue Struktur gegeben. Mal wieder, mag mancher Beobachter gesagt haben. Die Transformation, die den Konzern aus einem wirtschaftlichen Tal herausführen sollte, war gerade erst abgeschlossen.

Aber jetzt wird wieder umgebaut. Die beiden Sparten Consumer Choices und Consumer Experiences werden zwar weiterhin benutzt und im Geschäftsbericht ausgewiesen, aber die Mitarbeiter sind nicht mehr danach strukturiert. In Deutschland hatte Siegfried Högl die Sparte Consumer Experiences unter sich. Wolfgang Wanders war für den Bereich Consumer Choices Deutschland zuständig. Seit April haben beide eine neue Aufgabe. Högl übernimmt die Verantwortung für das Geschäft mit Kunden der Automobilbranche und Wanders leitet künftig weltweit das Handelspanel.

Nun also werden die Silos abgerissen und die Teams arbeiten nach den Produkten sowie international nach Branchen. Und an der Spitze eines Landes oder einer Region steht nur ein Verantwortlicher statt zuvor zwei. Für das Geschäft in Deutschland und der Schweiz ist das Michael Müller, 43 Jahre alt, verheiratet, seine Tochter ist vor zwei Jahren in Shanghai geboren und nach zehn Jahren in Asien findet sich Müller jetzt gerade wieder in Deutschland, oder besser gesagt in der fränkischen Metropole Nürnberg zurecht.

Die ersten 50 Tage im neuen Job >>


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Nähere Informationen zur GfK-Gruppe finden Sie online im p&a Handbuch der Marktforschung. Firmenprofil >>

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