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Umsatz im Lebensmittelhandel und in Drogeriemärkten mit leicht positiver Entwicklung

Im Kampf um die Kunden punkten weiterhin vor allem die Discounter. Deren Anteil an den Verbraucherausgaben für Güter des täglichen Bedarfs ist erneut gestiegen, wie die nun vorliegenden ACNielsen Universen 2006 eindeutig belegen.
 
Ergänzende Daten aus dem Haushaltspanel zeigen aber auch, dass im deutschen Lebensmitteleinzelhandel längst nicht nur Schnäppchenjäger unterwegs sind. Das Interesse an gesunder Ernährung und convenienceorientierter Haushaltsführung bietet neue Wachstumsperspektiven.
 
Von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind auch im Jahr 2005 keine positiven Signale für den deutschen Handel ausgegangen. Mit einem Volumen von 135,8 Mrd. Euro hat sich der Umsatz im deutschen Lebensmittelhandel und Drogeriemärkten auf einem stabilen Niveau eingependelt und im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht gesteigert. Auch die Schließungsrate blieb mit knapp vier Prozent auf Vorjahreshöhe. Zwar konnten sich die großen Verbrauchermärkte mit einem Umsatzzuwachs von vier Prozent von dieser Entwicklung abkoppeln und dem Discountwachstum anscheinend weitgehend Paroli bieten, die ACNielsen Universen 2006 offenbaren jedoch, dass dieses Plus nahezu ausschließlich auf einem weiteren Ausbau der Verkaufsstellen basiert.
 
Die Discounter dagegen trieben zwar ebenfalls den Ausbau ihres Filialnetzes mit moderatem Tempo voran, steigerten aber darüber hinaus mit ihrem Standardsortiment auch den Durchschnittsumsatz pro Filiale. Eine Ausnahme bildet Aldi; der Discount-Primus wuchs in der Filialzahl stärker als im Umsatz.
 
Die SB-Warenhäuser büßten bei nahezu gleich bleibender Fläche im Umsatz ein. Dagegen konnten sich die kleinen Verbrauchermärkte trotz eines leichten Abschmelzungsprozesses behaupten. Letzteres gilt auch für die kleineren Lebensmittelgeschäfte unter 400 qm: Umsatz und Anzahl der Märkte gingen hier zwar weiter deutlich zurück; der Durchschnittsumsatz pro verbleibendem Geschäft blieb jedoch konstant. Drogeriemärkte verzeichneten im Jahr 2005 erstmals einen Verkaufsstellenrückgang, konnten aber ebenfalls ihren Umsatz auf Vorjahresniveau halten.
 
Die gute Entwicklung der Discounter korrespondiert mit dem Einkaufsverhalten der deutschen Verbraucher: Diese haben im vergangenen Jahr laut ACNielsen Haushaltspanel in den Discountmärkten zwar nicht häufiger, dafür aber etwas mehr eingekauft. Insgesamt entfällt bereits gut ein Drittel der Ausgaben für den täglichen Bedarf auf die Discounter. Die Entwicklung geht wie schon im Vorjahr vor allem zu Lasten der Supermärkte und der kleinen Lebensmittelgeschäfte.
 
Junge Familien auf Schnäppchenjagd, Singles lieben es bequem
 
Das ACNielsen Haushaltspanel Homescan hat auch die Schnäppchenjäger unter die Lupe genommen und festgestellt: Preisbewusstsein wird nach wie vor groß geschrieben. Insbesondere Haushalte mit jüngeren Kindern, aber auch Paare mittleren Alters ohne Kinder gehen gerne auf Schnäppchenjagd und interessieren sich überproportional stark für Sonderangebote. Mit zunehmendem Alter, also etwa bei Haushalten, deren Kinder bereits aus dem Haus sind - den sog. "leeren Nestern" - und älteren Singles, aber auch bei jungen Singles und jungen Paaren ist das Interesse an preiswerten Schnäppchen dagegen deutlich geringer. Diese Zielgruppen - vor allem die "leeren Nester" - verfügen zum Teil über eine beträchtliche Kaufkraft und haben andere Bedürfnisse beim Einkauf: Junge Singles und Singles mittleren Alters sowie junge Paare ohne Kinder zeigen sich besonders convenienceorientiert. Für die älteren Generationen wie die leeren Nester und alleinstehende Senioren sind Produkte mit Gesundheitsplus ganz besonders im Fokus.
 
Umsatzwachstum vor allem bei Heißgetränken, Haushaltsartikeln, Speiseeis, Mund- und Körperpflegemitteln
 
Wie immer bieten die ACNielsen Universen auch einen Überblick über die Entwicklungen der wichtigsten Produktkategorien im Lebensmittelhandel und Drogeriemärkten. Bei nahezu unverändertem Gesamtumsatz ragten vor allem Heißgetränke, Haushaltsartikel, Speiseeis sowie Mund- und Körperpflegemittel mit überproportionalen Wachstumsraten hervor; immerhin leichte Zuwächse konnten Tabakwaren, Tiefkühlkost, Nassfertigprodukte und Tierfutter generieren.
 
Quelle: ACNielsen; www.acnielsen.com

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